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Amazon bezahlt Autoren nach gelesenen Seiten

22.06.2015 | 17:01 Uhr |

Amazon testet ein neues Abrechnungssystem für Teilnehmer des Kindle Direct Publishing Select Programms.

Wer sein Buch über das Kindle Direct Publishing Select Programm von Amazon vermarktet, bekam abhängig davon, die oft der Titel von Kunden heruntergeladen wurde, am Ende des Monats eine Download-abhängige Abrechnungssumme ausgezahlt. Ab 1. Juli 2015 soll sich dieses System gravierend ändern .

Autoren werden dann nicht mehr nach Download-Zahlen, sondern nach gelesenen Seiten bezahlt. Liest der Käufer eines Buches also nur bis Seite 20, bekommt der Autor wesentlich weniger ausgezahlt, als wenn der Leser bis zum Ende durchgehalten hätte. Wie viele Seiten ein über das Programm angebotenes Buch hat, spielt ebenfalls in das neue Bezahlmodell hinein.

Amazon hat das neue System den Angaben zufolge auf den Wunsch vieler Autoren hin entwickelt, die Auszahlungssumme von der Seitenanzahl ihrer Bücher abhängig zu machen. Während sich die neuen Richtlinien künftig für fesselnde Geschichten lohnen könnten, könnten Autoren von Handbüchern und Guides – die üblicherweise nicht von Anfang bis Ende durchgelesen werden – den Kürzeren ziehen.

Wie viele Seiten ihrer Bücher von Käufern gelesen wurden, können Autoren ab Anfang Juli im Amazon Sales Dashboard mitverfolgen. Dort will der Online-Händler entsprechend des neuen Bezahlsystems einen Zähler einführen.

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