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Amazon-Mitarbeiter streiken an fünf Standorten

27.10.2014 | 10:52 Uhr |

Zum ersten Mal streiken Amazon-Mitarbeiter gleichzeitig an fünf Standorten. Verdi hat zum mehrtägigen Streik aufgerufen.

Verdi ruft die Amazon-Mitarbeiter an fünf Amazon-Standorten zum Streik auf. Zum ersten Mal werden fünf Standorte des Online-Versandhändlers gleichzeitig bestreikt. Der Streik hat heute in Bad Hersfeld (Hessen) und Leipzig (Sachsen) mit der Nachtschicht beginnen. Es folgen mit der Frühschicht die Standorte Graben, Werne und Rheinberg.

"Ein Tarifvertrag kann hohem Arbeitsdruck sowie erheblichen gesundheitlichen Belastungen im Schichtdienst, in der Nacht und an Wochenenden wirksam Grenzen setzen“, so Stefanie Nutzenberger, ver.di-Bundesvorstandsmitglied.

Verdi fordert für die Amazon-Mitarbeiter einen Tarifvertrag, der den Beschäftigten "existenzsichernde Einkommen und Arbeitsbedingungen mit Schutzregeln zu Arbeitszeiten, Urlaub oder Pausen" garantieren soll. Dies sei "auch eine Frage des Respekts, den Amazon seinen Beschäftigten schulde", heißt ein einer Mitteilung der Gewerkschaft.

In Bad Hersfeld, Leipzig, Rheinberg und Graben sollen die Streiks bis einschließlich Mittwoch zum Ende der Spätschicht andauern. In Werne wird bis einschließlich Dienstag zum Ende der Spätschicht gestreikt.

Zuletzt hatte Verdi rund 2000 Amazon-Mitarbeiter im September zu mehrtägigen Streiks aufgerufen. Bisher weigert sich Amazon, den Beschäftigten einen Tarifvertrag des Einzel- und Versandhandels zu geben, weil sie nach Ansicht von Amazon in der Logistikbranche arbeiten.  Auch Verhandlungen will Amazon daher bisher nicht führen.

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