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Kindle-E-Books überholen ihre Print-Konkurrenten

20.05.2011 | 18:19 Uhr |

Online-Händler Amazon hat heute aktuelle Statistiken zu seinem Kindle-Bookstore bekannt gegeben. Seit April haben die E-Books ihre Print-Konkurrenten bei den Verkäufen überholt.

Wie Amazon heute bekannt gab, verkauft der Versandriese inzwischen mehr Kindle-E-Books als Print-Ausgaben. Laut Amazon-Chef Jeff Bezos habe der Konzern zwar mit einer solchen Entwicklung gerechnet, jedoch nicht erwartet, dass diese bereits nach so kurzer Zeit eintritt. Seit dem 1. April 2011 haben Kindle-E-Books Print-Bücher als Hardcover- und Paperback-Ausgaben um fünf Prozent überholt. In der Statistik wurden auch die Werke berücksichtigt, die lediglich als klassisches Buch und nicht als digitaler Download im Kindle-Store erhältlich sind.

Die zunehmende Nachfrage nach Amazons dritter E-Reader-Generation hat ebenfalls einen Anteil an den steigenden E-Book-Verkaufszahlen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum haben sich die Absatzzahlen verdreifacht. Erst vor kurzem veröffentlichte Amazon in den USA eine preiswertere Kindle-Variante, die durch Werbe-Einblendungen lediglich mit 114 US-Dollar (umgerechnet rund 80 Euro) zu Buche schlägt. Laut Bezos hat sich das Gerät innerhalb kurzer Zeit zur meistverkauften Kindle-Hardware gemausert.

In Deutschland ist der Amazon-Kindle-Store seit Ende April verfügbar. Der Shop bietet über 25.000 deutschsprachige Bücher als digitalen Download. Darunter finden sich mehr als 1.000 Klassiker sowie 71 Werke aus der aktuellen Top100-Spiegel-Bestseller-Liste. Neben Büchern sind im Kindle-Shop auch internationale Zeitungen und Zeitschriften wie das Handelsblatt und die Frankfurter Allgemeine Zeitung erhältlich.

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