14.07.2008, 15:53

Frank Ziemann

Altlasten

Unix-Fehler nach 33 Jahren beseitigt

Ein Unix-Entwickler hat einen Software-Fehler entdeckt und beseitigt, dessen Spuren bis in das Jahr 1975 zurück reichen. Er steckt in OpenBSD, das mit dem Apple-Betriebssystem Mac OS X verwandt ist.
Der OpenBSD-Entwickler Otto Moerbeek aus den Niederlanden hat einen 33 Jahre alten Bug in der Software YACC entdeckt. Er kam dem Fehler auf die Spur, nachdem er von Benutzern einer von ihm geschriebenen Software-Komponente Rückmeldungen über Compiler-Fehler erhaltenen hatte. Er hat diesen recht betagten Fehler nunmehr beseitigen können.
Otto Moerbeek arbeitet in seiner Freizeit an OpenBSD-Software. OpenBSD ist eine Unix-Variante, die gemeinsame Wurzeln mit FreeBSD hat, auf dem Mac OS X basiert. Die von Benutzern seiner neu geschriebenen malloc-Routine gemeldeten Fehler treten nur auf Rechnern der Sparc64-Plattform von Sun Microsystems auf. Moerbeek hat den Fehler schließlich in einem Compiler-Hilfsprogramm namens YACC (Yet Another Compiler Compiler) gefunden. Seine neue malloc-Routine reagiert gewollt sehr empfindlich auf mögliche Pufferüberläufe.
Dieser von Stephen C. Johnson in der 1970er Jahren geschriebene Code ist seitdem Bestandteil praktisch aller Unix-Versionen bis heute. Moerbeek zeigt sich erstaunt, dass er den Fehler bis zur Ausgabe 6 von Unix aus dem Jahr 1975 zurück verfolgen konnte. Er hat den Fehler nun beseitigt, der Patch steht auf der Website des OpenBSD-Projekts bereit.
Bereits im Mai hatte der Schweizer OpenBSD-Entwickler Marc Balmer einen immerhin 25 Jahre alten Fehler in YACC entdeckt, der in allen aktuellen BSD-Unix-Derivaten einschließlich Mac OS X enthalten ist.
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