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Altes Windows-XP-Problem soll bald behoben werden

18.12.2013 | 10:41 Uhr |

Kurz vor dem Support-Ende soll ein schon lange bekanntes Problem in Windows XP per Update beseitigt werden. Redmond will dafür sogar Überstunden einlegen.

In wenigen Monaten läuft der Support für Windows XP aus, das immer noch verbreitete Betriebssystem bekommt dann nicht einmal mehr dringende Sicherheitsupdates. Auch eingefleischte XP-Fans sollten dann zu Windows Vista, 7, 8 oder Linux wechseln. Doch auch kurz vor dem Ende will Microsoft noch einmal die Leistung von Windows XP per Patch verbessern. Der XP-Prozess WUAUCLT.EXE, der als Teil von SVCHOST läuft, verursacht bei vielen Nutzern offenbar das Problem, dass er 100 Prozent der CPU-Auslastung beansprucht - zumindest für bis zu 15 Minuten. Einige berichten aber auch, dass es bis zu zwei Stunden lang der Fall ist. Das Problem kann bei aktiviertem Auto-Update nach jedem Neustart auftreten. Die Ursache liegt offenbar darin, dass Windows alte Updates prüft, wenn sie durch neuere ersetzt wurden. Mit der Zeit sammeln sich aber immer mehr Updates an - und damit wächst auch die Zeit, die zum Prüfen aufgewendet wird.

Nun will Microsoft das Problem "sobald wie möglich" beseitigen. Eigentlich hatte das Problem schon im November gelöst sein sollen, doch scheinbar wurde es durch den letzten Patch eher schlimmer als besser, berichtet Infoworld.com. Wie viele Nutzer genau betroffen sind, ist unklar. Doch weil es noch immer viele XP-Nutzer gibt, würde selbst ein kleiner Prozentsatz eine gewaltige Zahl bedeuten. Die einzige Lösung bislang: Schalten Sie den Computer nicht ab - oder fahren Sie ihn schon ein bis zwei Stunden hoch, bevor er gebraucht wird.

Microsoft will nun Überstunden einlegen, notfalls auch in den Weihnachtsferien, um das Problem zu beseitigen. Doch einen genauen Termin hat Redmond noch nicht verraten. Infoworld zufolge gibt es das Problem schon seit mehr als sieben Jahren.

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