18914

Altavista in der Krise

08.06.2001 | 14:06 Uhr |

Internet-Portale stecken schon länger in der Krise. Nun hat auch Altavista reagiert. Fünf Länderchefs müssen gehen, darunter auch der für Deutschland zuständige Boss. Außerdem werden mehrere Büros geschlossen und Personal abgebaut. Die länderspezifischen Websites sollen von den Änderungen nicht betroffen sein.

Internet-Portale stecken schon länger in der Krise. Nun hat auch Altavista reagiert. Fünf Länderchefs müssen gehen, darunter auch der für Deutschland zuständige Boss. Außerdem werden mehrere Büros geschlossen und Personal abgebaut. Dies berichtet unser Schwestermagazin Computerwoche .

Die Chefs der Altavistafilialen in Deutschland, Großbritannien, Italien, Frankreich und den Niederlanden mussten bereits ihren Hut nehmen. Von den jeweils zehn bis 15 Angestellten sollen weitere Mitarbeiter entlassen werden. In Schweden und in den Niederlanden werden die kompletten Büros geschlossen. Dies berichtet die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf Informationen aus unternehmensnahen Kreisen.

CMGI die Muttergesellschaft von Altavista, will rund zwei Drittel ihrer Mitarbeiter in Europa entlassen. Augrund der hohen Unternehmens-Verluste von 2,56 Milliarden Dollar im abgelaufenen Quartal 2001 will CMGI außerdem seine Tochterunternehmen Navisite, Adforce und Activate verkaufen.

Erst gestern wurde bekannt, dass sich der amerikanische Internet-Service-Anbieter Excite@Home aus mehreren eutopäischen Staaten, darunter Deutschland, zurückzieht. Davon sind auch die länderspezifischen Websites betroffen. Anders bei Altavista: Hier soll die deutsche Website weiterhin bestehen.

Excite@Home macht in Deutschland dicht (PC-WELT Online, 07.06.2001)

0 Kommentare zu diesem Artikel
18914