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Also doch: Intel liefert Pentium 4 mit 64-Bit-Erweiterung

03.08.2004 | 17:26 Uhr |

Intel hat bereits in den Pentium 4-Prozessoren mit Prescott-Kern AMDs 64-Bit-Technik eingebaut. Allerdings war diese 64-Bit-Erweiterung bisher deaktiviert. Nun kommen die P4s in einer neuen Revision auf den Markt, in der die Technik freigeschaltet ist.

Es ist noch nicht so lange her, da hatte sich Intel noch über 32-Bit Prozessoren mit einer 64-Bit-Erweiterung negativ geäußert und seinen Kunden sogar vom Kauf solcher Prozessoren abgeraten. Langfristig kämen solche Lösungen einfach zu teuer, hieß es noch im März seitens Intel ( wir berichteten ).

Alles Schnee von gestern. Denn Intel hat bereits AMDs 64-Bit-Technik in Pentium 4-CPUs mit Prescott-Kern eingebaut - allerdings war die 64-Bit-Erweiterung, die Intel EM64T-Technologie nennt, bislang deaktiviert. Nun gibt´s den Pentium 4 mit 3,20, 3,40 und 3,60 Gigahertz in einer neuen Revision, dem E0-Stepping, bei dem AMDs 64-Bit-Technik freigeschaltet ist.

Prompt hat auch Hewlett-Packard mit dem xw4200 ein neues Workstation-Modell im Angebot, in dem ein solcher 64-Bit-Pentium 4 steckt. Wohlgemerkt: Auch wenn HP die CPU für eine Workstation verwendet, es handelt sich um eine Desktop-CPU.

Unter Windows XP bringen die 64-Bit-Erweiterungen nichts. Erst mit dem 64-Bit-Windows XP, dessen Veröffentlichung Microsoft erst kürzlich auf 2005 verschoben hatte, entfalten die Prozessoren ihre Zusatzfähigkeiten.

Eine Preview-Fassung dieses Betriebssystems bietet Microsoft schon länger zum Download an ( wir berichteten ). Diese läuft allerdings nur in Verbindung mit AMDs 64-Bit-Prozessoren. Das soll sich aber der Ende August verfügbaren zweiten Beta von "Windows XP 64-Bit Edition for 64-Bit Extended Systems", so der vollständige Name, ändern.

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