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Alltunes.com: Sieg von Gericht gegen IFPI und Visa

13.07.2007 | 15:19 Uhr |

Im vergangenen Jahr stoppten die Kreditkartenunternehmen Visa und Mastercard auf Druck der IFPI die Zusammenarbeit mit Alltunes.com, einer russischen Website, die Musik zum Schleuderpreis verkauft. In der Folge konnten Kunden von Alltunes.com nicht mehr per Visa- oder Mastercard bezahlen. Dieser Schritt wurde von einem russischen Gericht nun als "illegal" bewertet.

Der Kampf zwischen der Musikindustrie und russischen Online-Musikdiscountern geht in eine neue Runde. Vor Gericht unterlagen die IFPI , Visa und Mastercard nun gegen Alltunes.com, wie das Unternehmen mitteilt. Im Jahr 2006 kündigten die beiden Kreditkartenunternehmen ihre Zusammenarbeit mit Alltunes.com auf, Kunden konnten somit bei dem Dienst nicht mehr per Kreditkarte bezahlen. Vorangegangen waren Vorwürfe der IFPI, demnach Alltunes.com gegen die Urheberrechte verstoße, da es Musik auch an Kunden außerhalb Russlands verkaufe, wofür sie aber keine Lizenz hätten.

Ein Gericht in Moskau hat nun im Verfahren zwischen dem Unternehmen Internet-Audit (dem Eigentümer von Alltunes.com) und der IFPI sowie den russischen Vertretern von Visa und Mastercard entschieden, dass die Aufkündigung der Zusammenarbeit "illegal" sei.

Vor Gericht argumentierten die Vertreter der Kreditkartenfirmen, dass das Geschäftsverhalten von Internet-Audit nicht den Zahlungsregeln von Visa entspreche, da über die Site Alltunes.com Musik ohne die Einwilligung der Rechteinhaber vertrieben wird, so das Unternehmen in einer Mitteilung. Dieser Ansicht erteilte das Gericht jedoch eine Absage. Demnach könne die Frage, ob Urheberrechte verletzt werden, oder nicht, nur vor Gericht geklärt werden, wenn die jeweiligen Inhaber der Urheberrechte Klage gegen Alltunes.com einreichen. Weder die IFPI noch Visa würden aber die eigentlichen Urheberrechtsinhaber sein, so das Gericht laut Internet-Audit.

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