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Allofmp3.com: Bekämpfung durch Musikindustrie erreicht neuen Höhepunkt

21.05.2007 | 16:45 Uhr |

Allofmp3.com muss einen weiteren Schlag hinnehmen. Nachdem der umstrittene russische Online-Musik-Dienst kaum noch Möglichkeiten hat, Geld einzunehmen, wurde in Großbritannien nun ein Mann verhaftet, der Gutscheine für den Dienst verkaufte und die Einnahmen den Betreibern des Dienstes zukommen ließ. Die Musikindustrie ist sich sicher, dass Allofmp3.com so langsam finanziell „austrocknet“.

Die Musikindustrie hat ihren Kampf gegen den russischen Online-Musikdienst Allofmp3.com verschärft. Dem Dienst wurden bereits vor geraumer Zeit diverse Möglichkeiten genommen, Geld von seinen Anwendern einzunehmen. So haben beispielsweise Paypal, Visa und Mastercard laut Angaben der IFPI bereits aufgehört, Zahlungen für den Dienst anzunehmen.

Am Montag hat die IFPI nun bekannt gegeben, dass Anfang Mai ein 25-jähriger Mann von der britischen Polizei verhaftet worden ist, der Gutscheine für Allofmp3.com über Ebay und andere Online-Auktionshäuser und über die Website allofmp3vouchers.co.uk verkauft hatte und die daraus resultierenden Einnahmen auf die Konten der Allofmp3.com-Betreiber überwies. Die IFPI ist der Ansicht, dass der Musik-Dienst über den Verkauf der Gutscheine versucht, Einnahmen zu generieren.

Genauere Details über den verhafteten Briten wurden nicht genannt. Ihm werden seitens der Behörden Urheberrechtsverletzungen vorgeworfen. Dabei liegt ein Gesetz zu Grunde, der so genannte 2006 Fraud Act, das seit Anfang des Jahres gilt. Die IFPI feiert die Verhaftung des Mannes als einen wichtigen Schritt hin zur Schließung des russischen Online-Musikdienstes, nachdem diesem immer mehr Einnahmemöglichkeiten abhanden kommen.

Die IFPI weist darauf hin, dass es auch rechtlich immer enger wird für den Dienst.So existiere in Deutschland eine einstweilige Verfügung gegen Allofmp3.com und in Dänemark seien die Provider angewiesen, nach einem Urteil den Zugang zum Dienst zu blockieren . In Italien wurde allofmp3.it abgeschaltet und auch in Russland, Frankreich, Großbritannien und den USA sind rechtliche Schritte geplant.

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