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AllofMP3: Streit mit Kreditkartenfirmen

Das umstrittene russische Musik-Download-Portal AllofMP3 wehrt sich gegen die Sperre für Mastercard- und Visa-Kreditkarten.

Am russischen Download-Portal AllofMP3 scheiden sich die Geister: User lieben die Dumping-Preise des Audioanbieters, aber die Musikindustrie wehrt sich dagegen mit allen Mitteln. Jetzt ist die Auseinandersetzung eskaliert: Die Kreditkartenunternehmen Mastercard und Visa wollen keine Zahlungen mehr an das russische Unternehmen abwickeln. Laut AllofMP3 gibt es zu einer derartigen Maßnahme keinen Grund oder gar eine rechtliche Grundlage. Die Entscheidung basiere lediglich auf voreingenommenen Ansichten über den russischen Anbieter.

Die Folge ist nur logisch: AllofMP3 will alle Register ziehen, um sich gegen die Bevormundung zu wehren. Die Geschäfte des Unternehmens seien durchweg legal, man sei bisher von keinem Gericht der Welt für irgendeine Gesetzesübertretung verurteilt worden. Dennoch ist die Rechtslage verworren: AllofMP3 führt zwar nach eigenen Angaben 15 Prozent seiner Einnahmen an die russische Verwertungsgesellschaft ROMS ab, wohin das Geld aber danach fließt, ist bestenfalls unklar. Einstweilen will AllofMP3 seine Nutzer mit einer neuen Aktion locken: In Kombination mit einer speziellen Abspiel-Software will das Portal kostenlose Musikdateien anbieten, die durch Werbeeinblendungen im Player finanziert werden.

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