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Alles über von Gravenreuth

03.01.2001 | 11:43 Uhr |

Spätestens nachdem die Firma Speedlink gegen den Münchner Rechtsanwalt Freiherr Günter von Gravenreuth im "Explorer"-Verfahren vor dem Landgericht Berlin in erster Instanz gewonnen hat, sind dessen Abmahnaktivitäten wieder ins Rampenlicht gerückt. Doch nur wenige kennen alle Details. Nun gibt es eine Website, auf der man sich ausführlich über die Machenschaften des Freiherrn informieren kann.

Spätestens nachdem die Firma Speedlink gegen den Münchner Rechtsanwalt Freiherr Günter von Gravenreuth im "Explorer"-Verfahren vor dem Landgericht Berlin in erster Instanz gewonnen hat, sind dessen Abmahnaktivitäten wieder ins Rampenlicht gerückt. Doch nur wenige kennen alle Details. Nun gibt es eine Website, auf der man sich ausführlich über die Machenschaften des Freiherrn informieren kann.

Andreas Klostermaier hat unter Mithilfe der "Gruppe 251" eine von Gravenreuth-FAQ erstellt, die sich mit Fragen rund um die Aktivitäten des Rechtsanwalts sowie Markenrecht befasst. Die Seite bietet bereits jetzt eine enorme Fülle von Informationen und wird fortlaufend ausgebaut. Nach einer ausführlichen Schilderung seiner Beweggründe geht Klostermaier umfassend auf alles ein, was in Zusammenhang mit von Gravenreuth steht.

Zu Anfang stehen Angaben zur Person des Rechtsanwalts, zur richtigen Schreibweise seines Vornamens und der Frage, ob er seinen Freiherrn-Titel zu Recht führt. Zudem erfährt man, welchem umstrittenen Hobby von Gravenreuth frönt: Nämlich dem Gotcha/Paintball-Spiel (mit Bilder belegt). Auch auf von Gravenreuths Mitgliedschaft in einer Studentenverbindung wird hingewiesen.

Anschließend wird die Kanzlei des 1948 geborenen "Abmahnrechtsanwalts" beleuchtet. Nicht unerwähnt bleiben Zusammenhänge der Kanzlei von Gravenreuths mit einer Kontaktanbahnungsseite, in deren Metatags sich Klostermaier zufolge Hinweise auf "Sexkontakte und Pädophile" finden.

Die "Tanja-Briefe", mit denen von Gravenreuth sich früh Feinde machte, fehlen ebenfalls nicht auf dieser Website. Von Gravenreuth hatte unter dem Pseudonym einer Teenagerin "vorzugsweise männliche pubertierende jugendliche Computerfans durch gefälschte Bettelbriefe zum Versand von Raubkopien" animiert - so Klostermaier. Dies wird durch ein Beispiel belegt.

Ein großer Bereich der Seite ist natürlich dem Bereich Abmahnrecht und Explorer gewidmet. Dabei werden die Hintergründe zu Symicron, der von dem umstrittenend Rechtsanwalt vertretenen Firma, genauso dargestellt wie die Auseinandersetzung - oder Kooperation? - mit Microsoft. Selbstverständlich werden dabei ausführlich die juristischen Niederlagen beschrieben, die von Gravenreuth vor Gericht erlitten hat.

Wer mehr Details erfahren möchte, kann sich über den untenstehenden Link selbst ein Bild machen. Zu allen erwähnten Sachverhalten und Unternehmen werden Links angegeben, so auch zum berühmten Satire-Comic. Übrigens gibt es neben dem frei zugänglichen Teil auch noch einen passwortgeschützten Abschnitt für Insider. (PC-WELT, 03.01.2001, hc)

Alles über von Gravenreuth

Sieg gegen Explorer-Abmahner (PC-WELT Online, 14.12.2001)

Sieg gegen Abmahner in erster Instanz (PC-WELT Online, 26.10.2001)

Sieg im Explorer-Prozess für Münz (PC-WELT Online, 20.09.2001)

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