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Projekte verwalten mit Subversion

Eine intelligente Projektverwaltung erleichtert nicht nur das Teamwork. Auch die Wirtschaftlichkeit wird durch Programme wie Suversion erhöht. Wir zeigen, worauf Business-User achten müssen.

Von Stephan Lamprecht

Teamarbeit ist in. Allerdings klappt die Zusammenarbeit mehreren Personen erst dann reibungslos, wenn jedes Teammitglied weiß, was die anderem Mitarbeiter machen. Typische Fragen wie "Wer bearbeitet gerade ein bestimmtes Dokument?" oder "Sind meine Unterlagen tatsächlich auf dem aktuellsten Stand?" müssen beantwortet werden, da ansonsten das blanke Chaos herrscht. Ist das Team klein, genügt oft eine Mail oder ein Telefonanruf, um die Situation zu klären. Bei ausgedehnten Projekten, wie der Entwicklung des KDE- oder Gnome-Desktops ist es hingegen ausgesprochen kompliziert, den Überblick über den aktuellen Stand der Komponenten zu behalten. An dieser Stelle naht Hilfe in Form einer speziellen Versionsverwaltung.

Aufgaben einer Versionsverwaltung
Für eine Versionsverwaltung wie Subversion, die wir Ihnen in diesem Artikel ausführlicher vorstellen, ist es ohne Belang, welche Daten Sie damit verwalten möchten. Es spielt also keine Rolle, ob es sich um den Quellcode eines Programms, verschiedene Elemente eines umfangreichen Dokuments oder einzelne Dateien handelt. Das System behält den Überblick, welche Datei gerade aktuell ist, und sorgt zugleich dafür, dass die Teilnehmer des Projekts ausschließlich mit den aktuellsten Versionen arbeiten.

Die Weiterentwicklung von Programmen wie etwa KDE erfolgt mit Unterstützung der Versionsverwaltung Subversion. Damit erklärt sich auch der Hinweis, "im SVN" nachzuschlagen, den Sie auf vielen Internet-Seiten oder in Newsgroup-Beiträgen erhalten. Denn im so genannten Repository steht stets der aktuellste Quellcode bereit.

Subversion-Server installieren
Ob Sie allein oder mit anderen Personen an Dokumenten arbeiten, spielt in der Praxis keine Rolle. Der Einsatz von Subversion lohnt sich immer dann, wenn Sie regelmäßig auf unterschiedlichen Systemen respektive an verschiedenen Orten arbeiten und den Überblick über die verschiedenen Versionen behalten wollen.

Subversion ist auch hervorragend, um die Arbeit in kleineren Teams zu organisieren – egal, ob Sie den Server lediglich im lokalen Netzwerk oder im Internet verfügbar machen. Dank DSL-Flatrates und Diensten wie DynDNS ist heute jeder Nutzer in der Lage, einen eigenen Server zu betreiben, ohne gleich viel Geld in ein überdimensioniertes Server-Angebot bei einem Hoster investieren zu müssen.

Sowohl Open Suse als auch Debian GNU/Linux und Ubuntu stellen die notwendigen Software-Komponenten bereit. Unter anderen Distributionen ist das Vorgehen ähnlich. Wir erklären die Konfiguration im Folgenden am Beispiel von Ubuntu.

Wer mit dem Gedanken spielt, die Weiterentwicklung von Linux mit eigenen Beiträgen zu unterstützen, kann bei der Konfiguration und der Administration des eigenen Servers erste Erfahrungen sammeln, ohne gleich die Subversion-Systeme von KDE und Co. nutzen zu müssen.

Um Subversion zu installieren, spielen Sie das Programm einfach über den Paketmanager der jeweiligen Linux-Distribution ein. Unter Ubuntu genügt hier das Paket "subversion". Eine Suche im Paketmanager nach "subversion" liefert eine ganze Reihe weiterer Pakete, darunter beispielsweise "Kdesvn". Dabei handelt es sich um eine grafische Oberfläche für Subversion (siehe auch letzte Seite unter "Mehr Infos").

Allerdings sollten Sie sich zunächst auf der Konsole mit der grundlegenden Funktionsweise und dem Aufbau von Subversion vertraut machen, dann fällt auch die Arbeit mit einer solchen Oberfläche leichter.

Wichtige Subversion-Befehle

svn blame Gibt Auskunft darüber, wer an einer Datei gearbeitet hat.

svn cat Gibt den Inhalt einer Datei auf der Konsole aus.

svn info Sie erhalten Detailangaben zu Dateien und Verzeichnissen.

svn log Gibt die Versionsgeschichte aus.

svn revert Ihre Arbeitskopie wird auf den letztmöglichen Stand zurückgesetzt.

svn help Zeigt die Online-Hilfe von Subversion an.

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