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Mozilla verteidigt "rapid release"-Strategie bei Firefox

26.08.2011 | 10:31 Uhr |

Alle sechs Wochen veröffentlicht Mozilla eine neue Version von Firefox. Diese Strategie war zuletzt kritisiert worden. Mozilla verteidigt diese Strategie nun aber erneut.

Mitchell Baker, Vorsitzende der Mozilla Foundation, hat in einem Blog-Eintrag die neue Veröffentlichungsstrategie bei Firefox verteidigt. Mozilla setzt bei Firefox seit einigen Monaten den so genannten "rapid release process" ein. Laut dieser Strategie werden drei Firefox-Versionen parallel entwickelt und alle sechs Wochen erscheint Firefox in einer neuen Version.

In ihrem Beitrag betont Baker, dass diese Strategie es erlaube, neue Funktionen schneller an die Firefox-Nutzer auszuliefern. In der Vergangenheit konnte es bis zu einem Jahr dauern, bis eine neue Funktion in Firefox-Version auch beim Endanwender landete. Auch Web-Entwickler hätten dieses Jahr abwarten müssen und konnten erst dann ihre Applikationen besser machen.

Mitchell Baker weist darauf hin, dass der Browser das "Auslieferungs-Fahrzeug" für das Internet sei und das Internet sich sehr schnell fortbewege. Wenn nun der Browser das Interface für das Internet ist, dann muss sich der Browser auch so schnell verändern, wie das Internet. Das werde durch den "rapid release process" ermöglicht.

In den Kommentaren zum Blog-Eintrag äußern viele Anwender aber auch weiterhin Kritik an der Veröffentlichungsstrategie und weisen beispielsweise darauf hin, dass mit jeder neuen Firefox-Version zunächst Add-Ons nicht mehr funktionieren würden und es auch Änderungen an der Oberfläche des Browsers gäbe, die die User verärgern würden. Viele User, so die Befürchtung, würde daher nach Alternativen zu Firefox suchen.

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