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2009 war ein Rekordjahr für Malware

10.02.2010 | 14:53 Uhr |

Im letzten Jahr sind jede Woche so viele neue Schädlinge entdeckt worden wie im gesamten Jahr 2004. Hauptzielscheibe bleiben nach wie vor Windows-Rechner, alle 20 Sekunden erfolgt ein Angriff.

Die Geschäfte mit der Online-Kriminalität haben auch im Jahr 2009 wieder neue Rekorde aufgestellt. Im Durchschnitt wurden jede Woche so viele neue Schädlinge in Umlauf gebracht wie 2004 insgesamt. die mehr als 1,5 Millionen neuen Schädlinge zielen zu 99 Prozent auf Windows-Rechner. Bei Malware-Angriffen spielen soziale Netzwerke ein weiter wachsende Rolle.

Der Bochumer Antivirushersteller G Data verzeichnet in seinem Malware-Report für das zurück liegende Jahr neue Rekordzuwächse bei der Zahl neu entdeckter Schädlinge. Gegenüber 2008 hat die Malware-Flut um etwa 78 Prozent zugenommen. Praktisch wird jedes Jahr ein neuer Rekord aufgestellt. Statistisch erfolgt alle 20 Sekunden ein Malware-Angriff auf einen Windows-Rechner.

Der Anteil Trojanischer Pferde ist vom ersten zum zweiten Halbjahr 2009 um neun Prozentpunkte gestiegen. Sie stellen mit nunmehr 42,6 Prozent die größte Teilmenge, gefolgt von den Kategorien Malware-Downloader/-Dropper (20,3 Prozent) und Backdoors (14,9 Prozent). Adware hat stark abgenommen, Würmer, Viren und Exploit-Code zeigen überdurchschnittliche Zuwächse.

Diebstahl von Kreditkartendaten
Vergrößern Diebstahl von Kreditkartendaten
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Die wichtigste Motivation der Online-Kriminellen ist das Geschäft mit gestohlenen Informationen wie Kreditkarten- und Bankkontodaten oder Anmeldedaten für Online-Dienste. Die Rolle von Web-2.0-Anwendungen wie sozialen Netzwerken bei der Verbreitung schädlicher Software hat weiter zugenommen - ein Trend, der sich voraussichtlich in diesem Jahr noch verstärken dürfte. Soziale Netzwerke eignen sich wegen ihrer technischen Besonderheiten und Strukturen für groß
angelegte Malware-, Spam- und Phishing-Kampagnen.

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