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Alladvantage zahlt nicht mehr automatisch

28.08.2000 | 11:52 Uhr |

Der Pay-to-Surf-Anbieter Alladvantage wird vom 1. September an nicht mehr automatisch Geld an seine Kunden auszahlen. Stattdessen nehmen diese dann an einem Gewinnspiel teil, bei dem täglich über 50.000 Dollar verlost werden. Wer wie bisher fürs Surfen bezahlt werden will, muss dagegen auf der Homepage eine entsprechende Einstellung vornehmen.

Der Pay-to-Surf-Anbieter Alladvantage wird vom 1. September an nicht mehr automatisch Geld an seine Kunden auszahlen. Stattdessen nehmen diese dann an einem Gewinnspiel teil, bei dem täglich über 50.000 Dollar verlost werden. Wer dagegen wie bisher fürs Surfen bezahlt werden will, muss auf der Alladvantage-Homepage eine entsprechende Einstellung vornehmen. Nicht berührt von dieser Änderung ist das Geld aus dem Referral-Programm, bei dem die Kunden Geld für weitere angeworbene Kunden bekommen.

Alladvantage hat um die sechs Millionen Kunden. Trotz seines Position als Marktführer im Pay-to-Surf-Bereich scheint das Unternehmen in Schwierigkeiten zu stecken. Die maximale Auszahlung für eigenes Surfen wurde auf knapp 17 Mark pro Monat eingefroren, und viele Kunden sehen die Einführung des Gewinnspiels als einen weiteren Versuch, einer drohenden Pleite zu entgehen.

Zwar wurden die Alladvantage-Kunden in einer Mail von der Änderung informiert, allerdings schenken vermutlich nicht alle Kunden diesen internen Nachrichten volle Aufmerksamkeit und überprüfen auch ihre Kontoeinstellungen nicht regelmäßig.

Die Empörung vieler Kunden über dieses Vorgehen könnte Alladvantage zum Umdenken bewegen. Die amerikanische Homepage spricht schon von einer Änderung des Verfahrens, während die deutsche Seite heute offline war. Auch konnte Alladvantage nicht für eine Stellungnahme erreicht werden. (PC-WELT, 28.08.2000, meh)

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