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All Computers verklagt Intel auf 500 Millionen Dollar

21.05.2004 | 16:40 Uhr |

Das kanadische Unternehmen All Computers hat Intel auf 500 Millionen US-Dollar verklagt. Der Vorwurf: Intel habe bei seinen Pentium-Prozessoren gegen ein Patent verstoßen, das All Computers seit 1996 besitzt.

Das kanadische Unternehmen All Computers hat Intel auf 500 Millionen US-Dollar verklagt. Der Vorwurf: Intel habe bei seinen Pentium-Prozessoren gegen ein Patent verstoßen, das All Computers seit 1996 besitzt.

Das kanadische Unternehmen besitzt nach eigenen Angaben das Patent für ein Verfahren zur Regelung der Elektrik in Hochgeschwindigkeitsprozessoren. Intel soll dieses Verfahren bei den Pentium-Prozessoren ab Pentium 2 eingesetzt haben. Laut dem Anwalt des Unternehmens, Edward O´Conner, sei das von All Computers entwickelte Verfahren eine Voraussetzung für alle Highspeed-Prozessoren in PCs. "Jeder, der solche PCs verwendet, verletzt unser Patent", so O´Conner und weiter: "Es ist also ein weltweiter Fall, weil es sich um ein Pioneer-Patent handelt."

All Computers sei vor Einreichung der Klage an Intel herangetreten und habe die Lizenzierung des Patents angeboten. Intel habe aber alle Angebote ignoriert, so der Anwalt. Die 500 Millionen-Forderung beruhe auf einer Schätzung der von Intel verkauften Pentium-Prozessoren. Intel will sich laut unserer US-Schwesterpublikation Computerworld erst nach einer Analyse des Falls zur Klage äußern.

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