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Aktionsbündnis will Spam-Versendern an den Kragen

Wirtschafts- und Verbraucherverbände wollen angesichts des zunehmenden Werbemülls im Internet die Versender so genannter Spam-Mails aufspüren und juristisch verfolgen.

Angesichts des zunehmenden Werbemülls im Internet wollen Wirtschafts- und Verbraucherverbände die Versender so genannter Spam-Mails aufspüren und juristisch verfolgen. Dazu gründeten sie am Dienstag auf Anregung von Verbraucherministerin Renate Künast (Grüne) ein Aktionsbündnis mit dem Verband der deutschen Internetwirtschaft (eco). Mit Hilfe der Internet-Provider sollen die Versender der Mails möglichst auch ins Ausland zurückverfolgt werden.

"Spams sind ein internationales Problem", sagte Künast. Mit dem Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb, das den Versand der unerwünschten Werbebotschaften in Deutschland verbietet, und dem in Bundestag und Bundesrat zur Beratung anstehenden Teledienstgesetz gebe es passables Werkzeug gegen den Werbemüll, betonte die Ministerin.

Da aber ein Großteil des Spam-Versandes aus Drittländern außerhalb der EU komme, sieht eco-Geschäftsführer Harald Summa nur bedingte Erfolgsmöglichkeiten. Außerdem gehöre T-Online mit seinem gewaltigen Kundenkreis nicht zu den Verbandsmitgliedern. Der Anteil der aus Deutschland versandten Spams liegt laut Summa bei 7 Prozent, nach Angaben von Verbraucherverbands-Chefin Edda Müller bei 10 Prozent.

Spamihilator: Kostenloses Anti-Spam-Tool in neuer Version (PC-WELT Online, 14.03.2005)

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