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Online-Flashmob scheitert mit Angriff auf NPD

30.03.2012 | 13:55 Uhr |

Zu früh gefreut: Ein von der Internet-Gemeinde am Donnerstag Nachmittag durchgeführter Angriff auf die Facebook-Seite der NPD war nicht erfolgreich, wie sich mittlerweile herausgestellt hat.

Eine unbekannte Anzahl an Internet-Nutzer ist am Donnerstag einem Aufruf über Facebook und Twitter für einen "Online-Flashmob" gefolgt. Ziel der Aktion war es, die Facebook-Website der NPD vom Netz zu nehmen. Dazu wurden die Teilnehmer des Online-Flashmobs inklusive einer ausführlichen Anleitung aufgerufen, die NPD-Facebook-Seite bei Facebook mit dem Hinweis zu melden, sie verbreite Hassreden. Zunächst schien es so, als sei die Aktion erfolgreich, denn die Facebook-Seite von NPD war für mehrere Stunden nicht erreichbar.

Mittlerweile hat die NPD allerdings erklärt, dass sie ihre Facebook-Website selbst vom Netz genommen habe, um den Angriff abzuwehren. "Euer Flashmob war eine virtuelle Platzpatrone. Wir sind hier und hier bleiben wir auch", heißt es in einer Mitteilung der NPD. Eine Facebook-Sprecherin wies auf Anfrage von Focus Online darauf hin, dass es sich bei der NPD um eine legale Partei handle und sie dennoch bei Facebook  "extrem unter Beobachtung" stehe. Sollte auf der betreffenden Facebook-Seite ein Inhalt veröffentlicht werden, der gegen die Regeln von Facebook oder gegen deutsche Gesetze verstoße, werde umgehend gehandelt. Ende Januar 2012 hatte Facebook bekannt gegeben, dass es die Aktion "Laut gegen Nazis" aktiv unterstützt.

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