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Ericsson-Gewinneinbruch im 3. Quartal

Der schwedische Ausrüster Ericsson schockte seine Anleger mit einer Gewinnwarnung. Demnach sei der Überschuss um 37 Prozent eingebrochen. Die Börse reagierte bereits auf die Entwicklung: neben der Ericsson-Aktie sank auch das Papier von Siemens.

Mit einer Hiobsbotschaft hat Ericsson die Aktionäre erschreckt. Der schwedische Netzwerkausrüster gab für das 3. Quartal 2007 eine Gewinnwarnung aus, daraufhin sank der Aktienkurs des Unternehmens zeitweise um 28 Prozent auf 19 Kronen (2,08 Euro).

Nach Aussage des Unternehmens sei der Gewinn auf 5,6 Milliarden Kronen (612 Millionen Euro) eingebrochen, gegenüber dem vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres ist dies ein Rückgang um 37 Prozent. Grund für die schlechte Entwicklung seien weniger Aufträge in den Wachstumsmärkten Westeuropa, China und Nordamerika, als man im Vorfeld erwartet habe. Nach Einschätzung von Ericsson-Vorstandschef Carl-Henric Svanberg habe sein Konzern "offensichtlich ein enttäuschendes Quartal hinter" sich.

Trotz einer Umsatzsteigerung von sechs Prozent auf 43,5 Milliarden Kronen (4,75 Milliarden Euro) beurteilen Experten die vorgelegten Zahlen als kritisch. Nach Aussage von Peter Braendle, Analyst bei Bloomberg, sei eine "Gewinnwarnung dieses Ausmaßes [...] sehr, sehr selten".

Die Veröffentlichung von Ericsson zeigt auch Auswirkungen auf weitere Anbieter der Netzwerkbranche. So hat die Spekulation, dass es auch bei Nokia Siemens Networks (NSN) zu stärkeren Verwerfungen kommen könnte, schließlich agiere das Joint-Venture im gleichen Geschäftsfeld, die Börse veranlasst zu reagieren: am Dienstag sank der Wert der Siemens-Aktie um 2,5 Prozent auf 92,92 Euro.

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