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Aktienhändler warnen vor Falschinformationen

Immer öfter führen die Gerüchte aus News- und Chat-Gruppen z

Immer öfter führen die Gerüchte aus News- und Chat-Gruppen zu unbegründeten Kursschwankungen an der Börse. Vor allem private Kleinaktionäre glauben diesen Informationen. Paradebeispiel dafür ist der britische Kaffeeröster Coburg Group, dessen Notierungen letzte Woche in die Höhe schnellten, nachdem ein anonymer Tipp-Geber im Internet behauptete, das Unternehmen werde in den Internethandel einsteigen.

Ein Zusammenschluss britischer Privatanleger und Broker fordert nun eine stärkere Kontrolle dieser Sites. Spekulationen verbreiteten sich nach Ansicht dieser Branchenkenner wie Lauffeuer durch die Foren. Da den meisten Privatanlegern die Möglichkeit fehle, diese auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen, vertrauten viele blind den "Insidertips".

In den letzten Wochen mussten einige englische Unternehmen Erklärungen an der Börse abgeben, nachdem Gerüchte auf Websites oder in Chat-Gruppen in Umlauf gebracht wurden. Diese führten zu massiven Kursschwankungen.

Das Problem könne sich in nächster Zeit weiter verschärfen, da sich die Zahl der privaten Anleger pro Jahr etwa verdoppelt.

Der deutsche Discountbroker Consors wiegelt ab. Eine Sprecherin erklärte gegenüber der PC-WELT, dass das Unternehmen keine Gefahr durch solche Falschmeldungen sehe. Schließlich gebe es so viele Kontrollmöglichkeiten für Anleger - es verlasse sich kaum jemand auf eine einzige Quelle. Consors wickelt in Deutschland etwa 7,2 Millionen Käufe und Verkäufe vorwiegend für Privatanleger ab, also etwa 20.000 pro Tag. (PC-WELT, 24.01.2000, tro)

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