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Aktienguru Warren Buffet verschenkt Großteil seines Vermögens

26.06.2006 | 09:31 Uhr |

Der US-Investor Warren Buffet will den Großteil seines Vermögens in Höhe von geschätzten 44 Milliarden US-Dollar in den kommenden Jahren verschenken. Hauptprofiteur wird dabei ein guter Bekannter sein, beziehungsweise dessen Stiftung: Bill Gates.

Geld kommt zu Geld. Dieser Spruch bewahrheitet sich einmal mehr mit der Ankündigung des US-Aktiengurus Warren Buffet (dem zweitreichsten Mann der Welt), in den kommenden Jahren den Großteil seines Vermögens verschenken zu wollen - diesmal jedoch im positiven Sinne. Denn der Empfänger des Hauptteils des Geldes wird die Bill und Melinda Gates-Stiftung sein, die bereits jetzt über eine Kapitalausstattung von rund 29 Milliarden US-Dollar verfügt.

Einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge wird die Gates-Stiftung von Buffet 10 Millionen Berkshire-Aktien erhalten, dies entspricht beim derzeitigen Aktienkurs umgerechnet rund 30 Milliarden US-Dollar. Weitere 7 Milliarden US-Dollar sollen - ebenfalls in Form von Berkshire-Anteilen - an weitere Wohltätigkeitsorganisationen gehen, in denen sich die Kinder von Buffet engagieren. Der Geldregen stellt laut Reuters die größte Spende einer Einzelperson in der Geschichte der USA dar. Auch weltweit gesehen dürfte es bislang kaum etwas Vergleichbares gegeben haben.

In einer Reaktion auf der Website der Stiftung freuen sich Melinda und Bill Gates und fühlen sich ob der großzügigen Spende geehrt. Weiter heißt es: "Die Auswirkungen von Warrens Generosität wird erst in Jahrzehnten komplett verstanden werden."

Die Bill und Melinda Gates-Stiftung unterstützt unter anderem die Entwicklung von Impfstoffen für Entwicklungsländerund die Bekämpfung von Malaria und Tuberkulose. Darüber hinaus werden von dem Geld Lehreinrichtungen in den USA und anderen Staaten unterstützt.

Erst vor einer Woche hatte Bill Gates angekündigt, sich bis zum Jahr 2008 aus dem Tagesgeschäft von Microsoft zurückziehen zu wollen, um mehr Zeit für seine Arbeit in der Stiftung zu haben.

Bill Gates zieht sich 2008 aus Microsofts Tagesgeschäft zurück (PC-WELT Online, 16.06.2006)

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