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Air Force bittet Internet um Namen für neuen Bomber B-21

22.03.2016 | 13:18 Uhr |

Per Crowdsourcing einen Name suchen. Einem Schiff verschaffte eine solche Aktion vor kurzem den Namen "Boaty McBoatface".

Wer das Internet um Rat fragt, sollte auf alles gefasst sein. So hatte eine Frau eine Photoshop-Community darum gebeten, ihr Foto aufzupolieren. Was sie bekommen hat, war ein Vollbart. Als die britische Regierung vor Kurzem um Namensvorschläge für ihr viele Millionen Pfund teures Forschungsschiff gebeten und gar eine Umfrage gestartet hatte, schaffte es der ulkige Name "Boaty McBoatface" auf den ersten Platz der Umfrage. Spaßvögel platzierten auch "Boatimus Prime" ganz weit vorne in der Umfrage.

Davon lässt sich die US Air Force aber nicht abschrecken. Sie will ihren neuen B-21-Bomber per Crowdsourcing einen Namen angedeihen lassen. Immerhin gibt die Air Force ein paar Spielregeln vor. So dürfen nur aktive oder ehemalige Mitglieder der Luftstreikräfte mitwirken. Außerdem darf der vorgeschlagene Name nur maximal zwei Wörter lang sein und nicht gegen die Bestimmungen der Air Force Instruction 16-401 verstoßen. Dieses mehrseitige Dokument geht genau auf die Namensschöpfung ein und verwehrt zum Beispiel die Verwendung von Begriffen, die sehr ähnlich klingen (wie "gryphon" und "griffin"). Außerdem stellt die Air Force klar: Der Name darf weder obszön noch defamierend sein.

Ein neue Welle komischer Namen für den B-21-Bomber dürfte uns damit wohl kaum bevorstehen. Aber das hätte sowieso einen bitteren Beigeschmack gehabt. Schließlich ist der B-21 kein Forschungsschiff wie "Boaty McBoatface", sondern eine Waffe. Das Ziel, welches die Air Force verfolgt, ist aber wohl das gleiche wie das der britischen Regierung beim Forschungsschiff: Mediale Aufmerksamkeit erzeugen und eine Identität mit dem "Produkt" schaffen.

Welchen Namen würden Sie vorschlagen? Lassen Sie uns Ihre Meinung in dem Kommentarfeld unter dem Artikel wissen!

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