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Aibo-Nachfolger aus Darmstadt

02.07.2007 | 09:00 Uhr |

Die TU Darmstadt hat einen vierbeinigen autonomen Roboter als Standardplattform für Forschung und Ausbildung entwickelt. Er soll die Nachfolge von Sonys „Aibo“ antreten, der seit 2006 nicht mehr gebaut wird.

Der voll programmierbare und noch namenlose Roboter hat eine Form, die einem Hund ähnelt. Die TU Darmstadt hat ihn eigenen Angaben zufolge als leistungsfähige, offene und modulare Plattform für die Forschung und universitäre Ausbildung konzipiert. Er zeichne sich durch eine Vielfalt von neuen informationstechnischen Schnittstellen, Sensoren und Bewegungsmöglichkeiten aus. Der Roboter beruht auf einem offenen und modularen Konzept, das individuelle Erweiterungen der Hard- oder Software leicht ermöglichen soll.

Entwickelt und konzipiert wurde der Roboter unter der Leitung von Prof. Dr. Oskar von Stryk, Leiter des Fachgebiets Simulation, Systemoptimierung und Robotik im Fachbereich Informatik an der TU. Die japanische Firma Hajime Research Institute Ltd. (Osaka) leistete Beträge zum mechanischen Bewegungsapparat. Das äußere Erscheinungsbild stammt von Gotha Design (Gotha).

Einige technische Daten des Roboters:

Länge, Höhe, Breite: ca. 40cm, ca. 30cm, 25cm
15 programmierbare Drehgelenksantriebe: 3 pro Bein, 3 im Hals
Endgewicht: ca. 2,5 kg.
Kamera: Auflösung: 640 x 480, max. Bildrate: 90 Bilder pro Sekunde
Onboard-Rechner: 500 MHz AMD-Geode-LX800®-Prozessor (Linux oder Windows)
LAN und WLAN
Speicherkartenslot
Zusätzliche freie Anschlüsse: 2 x USB, 1 x VGA Monitor
Minidisplay und 4 Taster
LiPo-Batterien
Entwicklungszeit: 6 Monate

Der Fachöffentlichkeit wird der Roboter auf dem bedeutendsten Roboter-Wettbewerb der Welt, dem RoboCup, im Juli 2007 in Atlanta/USA vorgestellt. Sony hatte im März 2006 die Einstellung des Aibo angekündigt. Daraufhin hatte die RoboCup Federation eine internationale Ausschreibung für eine Nachfolge-Roboterplattform eröffnet. Das Konzept der TU Darmstadt wurde mit drei Mitbewerbern für die Endausscheidung ausgewählt. (dsc)

Der Artikel stammt von tecchannel.de .

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