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Aufklärungsseite für Phishing-Opfer

09.12.2008 | 16:21 Uhr |

Die Anti-Phishing Working Group hat eine Informationsseite bereit gestellt, auf die Besucher von dicht gemachten Phishing-Seiten umgeleitet werden sollen. Auf diese Weise sollen sie erfahren, dass sie auf Betrüger herein gefallen sind.

Immer wieder fallen Bankkunden auf so genannte Phishing-E-Mails herein, die in ihrem Postfach gelandet sind. Die Anti-Phishing Working Group (APWG) will Menschen, die auf Links in solchen Mails geklickt haben, dabei helfen ihren Fehler zu erkennen. Wird eine Phishing-Seite entdeckt und dicht gemacht, soll der Provider eine Umleitung auf eine Aufklärungsseite einrichten, die von der APWG bereit gestellt wird.

Online-Kriminelle versenden Spam-artige Mails mit gefälschten Absenderangaben und geben sich als Mitarbeiter eines Geldinstituts aus. Sie fordern die Angeschriebenen dazu auf einen Link anzuklicken und ihre Anmeldedaten auf einer nachgeahmten Web-Seite einzugeben. Die eingegebenen Daten werden dann an die Täter übermittelt, die damit das Konto ihres Opfers plündern.

Wenn die Hereingefallenen Glück haben, sind ihnen Ermittler schon zuvor gekommen und haben veranlasst, dass die Phishing-Seite vom Netz genommen wird. In der Regel bekommen Besucher dann nur noch eine Fehlermeldung zu sehen, die wenig über die Hintergründe verrät, warum die Seite nicht mehr da ist.

Die APWG hat im Rahmen ihrer "Public Education Initiative" in Zusammenarbeit mit der Carnegie Mellon Universität das Programm "Phishing Education Landing Page" gestartet, um mehr Aufklärung zu bieten. Der Provider, auf dessen Server die Phishing-Seite lag, soll eine Umleitung einrichten, die auf eine für den jeweiligen Dienstanbieter, etwa eine Bank, bereit gestellte Aufklärungsseite der APWG führt. Bislang ist dieser Service nur in englischer Sprache verfügbar.

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