57192

Aggressiver nach Ballerspiel?

Neuen Studien zufolge steigt die Gewaltbereitschaft nach dem Spielen von brutalen Ballerspielen an.

Zwischen Ballerspielen und der Aggressionsbereitschaft gibt es Studien zufolge einen Zusammenhang. US-Forscher ließen 105 Testpersonen das Gewalt verherrlichende Spiel "Wolfenstein 3D" und weitere 105 Personen das harmlose "Myst" spielen. Auf eine im Anschluss daran künstlich erzeugte Krisensituation reagierten die Wolfenstein-Spieler wesentlich gewaltbereiter. Die Experten der University of Missouri-Columbia und des Lenoir-Rhyne College schließen daraus, dass Videospiele, in denen Gewalt zelebriert wird, einen Einfluss auf das Verhalten von Jugendlichen haben.

Anlass für die Untersuchungen war der Verdacht, dass das Highschool-Massaker von Littleton im Zusammenhang mit extensivem Videospielen stehen könnte. Die beiden Täter, die vor einem Jahr 13 Mitschüler und Lehrer erschossen und sich anschließend das Leben genommen hatten, waren bekannt dafür gewesen, den Baller-Klassiker "Doom" häufig zu spielen.

Die Ergebnisse der Untersuchung könnten sich maßgeblich auf die Rechtsprechung auswirken. Noch vor drei Wochen hatte ein US-Gericht entschieden, dass die Firma ID Software, Hersteller des umstrittenen Brutalo-Spiels "Quake" sowie seines Vorläufers Doom, nicht für Amokläufe von Jugendlichen verantwortlich gemacht werden kann. (PC-WELT, 27.04.2000, sp)

Studie zum Einfluss von Videospielen auf Aggression

Quake: Keine Schuld am Massaker (PC-WELT Online, 10.4.2000)

Brutales Ballerspiel: Lehrer gefeuert (PC-WELT Online, 27.3.2000)

0 Kommentare zu diesem Artikel
57192