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Ärger um Vista-Suchfunktion: Microsofts Streit mit Google eskaliert

26.06.2007 | 11:07 Uhr |

Der Kartellstreit zwischen Google und Microsoft um die in Vista integrierte Suchfunktion ist am Montag eskaliert. In einem Brief an die zuständige Richterin stellt der Suchmaschinengigant Microsofts versprochene Änderungen in Vista in Frage und forderte, die juristische Überwachung Microsofts zu verlängern.

Vergangene Woche erklärte sich Microsoft bereit, die in Vista integrierte Suchfunktion derart abzuändern, dass Anwender künftig einfacher Desktop-Suchen anderer Anbieter einbinden können . So weit, so gut, möchte man meinen, doch Google will mehr und hat in einem neuen Brief an die zuständige Richterin gefordert, die juristische Überwachung Microsofts zu verlängern - eine Maßnahme, über die im Grunde nur das Gericht befinden sollte. Dies berichtet der IDG News Service.

Im Grunde enthält die aktuelle Google-Eingabe nichts neues: "Die enge Verknüpfung seiner eigenen Desktop-Suche in Windows Vista verletzt das abschließende Urteil in diesem Fall", heißt es etwa. Microsoft hält dem entgegen: "Die Regierung hat eindeutig erklärt, dass sie mit den Änderungen, die wir vornehmen, zufrieden ist. Google hat keine neuen Informationen bereit gestellt, die anderes vermuten lassen", sagte Microsoft-Sprecher Jack Evans.

Google wiederum weist darauf hin, dass die von Microsoft beschlossenen Änderungen nicht ausreichend seien. Diese seien vielmehr als ein erster Schritt in die richtige Richtung zu bewerten, "für die Anwender müssen aber weitere Maßnahmen durchgeführt werden um wirkliche Wahlfreiheit sicherzustellen", so David Drummond Googles Chief Legal Officer. Und weiter: "Letztlich erhöhen diese Angelegenheiten die Dringlichkeit einer verlängerten juristischen Aufsicht über Microsofts Arbeit, um sicher zu stellen, dass den Bedürfnissen der Konsumenten entsprochen wird."

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