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Ärger mit Windows-Patch MS05-051

17.10.2005 | 16:30 Uhr |

Ein Sicherheits-Patch von Microsoft kann Probleme verursachen, falls die Zugriffs-Berechtigungen im Windows-Verzeichnis nicht dem Standard entsprechen.

Das Update mit der Nummer MS05-051 ist ein Sammel-Flicken für Schwachstellen im "Microsoft Distributed Transaction Coordinator" (MS DTC) - einem Systemdienst, der den Datenaustausch unter Windows-Anwendungen regelt. Zahlreiche Anwender berichteten nach der Installation des Updates von Problemen: So funktionierte zum Beispiel Windows Update nicht mehr, oder die Netzwerkverbindungen waren verschwunden. Nach der De-Installation von MS05-051 lief dann alles normal.

Laut einem Artikel in der Knowledge Base treten die Probleme auf, wenn die Zugriffsrechte im Windows-Verzeichnis nicht mehr dem Standard entsprechen – etwa, weil der Anwender sie geändert hat. In diesem Fall kann es passieren, dass Anwendungen, die den MS DTC nutzen, nicht mehr auf Dateien im Ordner %Windir%\Registration zugreifen können und deshalb hängen bleiben. Ärgerlich: Vor dem Patch MS05-051 waren die Zugriffsrechte hier egal.

In der Knowledge Base beschreibt Microsoft, wie Anwender mit Hilfe des Kommandozeilen-Tools „cacls“ die Zugriffsrechte reparieren. Hier lauert ein Problem, da Microsoft seine Knowledge-Base-Artikel nur mehr maschinell übersetzen lässt. Die angegebenen Befehlszeilen zur Reparatur funktionieren auf einem deutschsprachigen System nicht. Wer die Befehle anwendet, muss darauf achten, „everyone“ mit „jeder“ und „administrators“ mit „administratoren“ auszutauschen.

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