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Adware lädt Pornos auf (Schul)-PC

09.02.2005 | 14:47 Uhr |

Im englischen Buckinghamshire entdeckte der Direktor einer Grundschule auf einem auch von Schülern genutzten PC Ordner mit pornografischen Bildern. Doch nicht die Schüler oder Lehrer waren die Übeltäter, sondern eine Adware.

Im englischen Buckinghamshire entdeckte der Direktor einer Grundschule auf einem auch von Schülern genutzten PC Ordner mit pornografischen Bildern. Er beauftragte eine auf forensische Datenanalyse spezialisierte Firma mit der Untersuchung des Computers. Diese stellte fest, dass die Dateien zu einer Zeit angelegt worden waren, als Schüler im PC-Raum unterrichtet wurden. Das Änderungsdatum verwies auf einen Zeitpunkt, zu dem Lehrer dort an einer Weiterbildung teilnahmen. Es entstand daraus die Frage, ob diese Ordner von Schüler oder Lehrern angelegt worden waren oder durch ein automatisches Programm.

Eine detaillierte Analyse des PCs durch die Spezialisten von Disklabs zeigte, dass nicht Menschen sondern das Adware-Programm " IstBar " diese Dateien aus dem Web herunter geladen und auf dem PC gespeichert hatte. Durch die Analyse der Spezialisten konnten Lehrer und Schüler entlastet und eine peinliche offizielle Untersuchung durch die Polizei vermieden werden. Die Experten von Disklabs trennten den zu überprüfenden Rechner zunächst vom Netz, um weitere Änderungen an den Daten zu verhindern.

Sie verwendeten spezielle Analyse-Programme, mit denen sie versteckte Verzeichnisse und scheinbar leere Bereiche der Festplatte nach Datenspuren untersuchten. Dadurch konnte letztlich nachgewiesen werden, dass die fraglichen Dateien von einem Programm angelegt worden waren, das sich ohne Wissen der Benutzer auf dem PC befand.

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