Adware: Promis ziehen besser als Sex

Dienstag, 12.09.2006 | 08:59 von Frank Ziemann
Eine Studie zeigt: Adware- und Spyware-Distributoren missbrauchen seriöse Affiliate-Programme.

In einer kürzlich veröffentlichten Untersuchung über die Situation auf dem Adware- und Spyware-Sektor kommt die Site-Advisor-Abteilung von McAfee zu dem Ergebnis, dass die Verbreitung von Adware und Spyware exponentiell wächst. So genannte Affiliate-Programme werden von Online-Kriminellen missbraucht, um ihre Profite zu steigern.

Affiliate-Programme sind Kampagnen zur Verbreitung von Software, bei denen registrierte Distributoren Prämien für die Installation der jeweiligen Software auf einem Rechner erhalten können. Dabei nutzen kriminelle Subjekte diese Programme aus, indem sie die Software heimlich, also ohne Wissen oder Zustimmung des PC-Besitzers auf seinem Computer installieren.

Die weiteren Ergebnisse der Studie von Site-Advisor zeigen, dass die meisten PC-Benutzer (97 Prozent) nicht in der Lage sind sichere von unsicheren Websites zu unterscheiden. Die Grenzen zwischen Malware, bedenklichen Programmen und harmlosen Anwendungen erscheinen eher diffus. Endanwender wie Händler sind verunsichert.

Mit Stand August 2006 werden 450 Adware-Familien mit mehr als 4000 Varianten gezählt. Adware ist ein lukratives Geschäft, auch für Botnet-Betreiber ( wir berichteten ). Die Internet-Auftritte von Prominenten sind die produktivsten Verbreiter von Adware. Themen wie Pornos oder Erwachsenenunterhaltung folgen erst auf den Plätzen.

Dienstag, 12.09.2006 | 08:59 von Frank Ziemann
Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (0)
76612