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Adware-Hersteller startet Image-Kampagne

29.06.2005 | 12:44 Uhr |

Der Hersteller 180solutions will alle Benutzer darüber aufklären, wie sie die Software entfernen können.

Software-Hersteller 180solutions dessen "Such- und Marketing-Software" von Anti-Spyware-Programmen als Adware eingestuft wird, möchte sein Image bei den Benutzern aufpolieren. Nach Angaben des Unternehmens sind die Programme "180search Assistant" und "Zango Search Assistant" auf 20 Millionen Computern installiert.

Die Benutzer sollen darüber aufgeklärt werden, dass die Software auf ihrem PC installiert ist, welche Vorteile sie davon haben und wie sie die Software entfernen können. Offen bleibt in der Ankündigung des Herstellers, auf welchem Wege Benutzer der Software informiert werden sollen.

180solutions will ferner strenge Regeln gegenüber Websites durchsetzen, die Programme des Herstellers heimlich oder ohne hinreichende Information des Benutzers auf dessen PC drücken. Man habe sich in den letzten Monaten von mehr 400 Websites getrennt, die sich nicht an die von 180solutions aufgestellten Regeln gehalten hätten. Zwei Distributoren habe man sogar verklagt.

Der Hersteller aus Bellevue im US-Bundesstaat Washington ist an mehreren Fronten unter Druck geraten. Er muss Klagen vor amerikanischen Gerichten fürchten, Investoren üben finanziellen Druck aus und die Einstufung der "Suchassistenten" als Adware gefährdet das Geschäftsmodell. Das Anti-Spyware Konsortium COAST ist im Frühjahr auseinander gebrochen, weil 180solutions als Mitglied aufgenommen wurde ( wir berichteten ).

180solutions behauptet, die Adware-Vorwürfe seien nicht mehr aktuell, da man an der Software Veränderungen vorgenommen habe. Da es nach wie vor keine klaren und allgemein akzeptierten Definitionen gibt, was Adware oder Spyware ist oder nicht ist, bleibt das weiterhin Ansichtssache.

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