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Adressen von Google Mail in Deutschland gefährdet?

27.05.2005 | 12:34 Uhr |

Gegen Google wurde eine einstweilige Verfügung aufgrund einer Markenschutzverletzung in Deutschland wegen des Namens Google-Mail erwirkt.

Müssen Benutzer von Google Mail in Deutschland um ihre Mailadresse fürchten? Daniel Giersch hat eine einstweilige Verfügung erwirkt, die Google untersagt, seinen Maildienst in Deutschland mit "Google-Mail" zu bezeichnen und deutschen Nutzern Mailadressen mit der Endung @Google-Mail.com zur Verfügung zu stellen. Giersch ist seit dem Jahr 2000 Inhaber der deutschen Marke “Google-Mail ...und die Post geht richtig ab.“

Den Namen seines Maildienstes hatte Google in Deutschland bereits kurz vor dem Erlass in "Google Mail" geändert. Die Mailadressen funktionieren aber weiterhin, ebenso sind Neuregistrierungen von Deutschland aus problemlos möglich. Es dürfte Google derzeit auch schwerfallen, gezielt deutsche Nutzer zu sperren, oder ihnen eine Mailadresse mit neuer Endung zuzuweisen, da bei der Anmeldung die Nationalität nicht abgefragt wird.

Gierschs Angaben zufolge sei die Behauptung von Google, man würde Verhandlungen mit ihm führen, unzutreffend. Die Suchmaschinen-Betreiber hätten nur angefragt, ob er die Marke verkaufen wolle. Verhandlungen über eine Lösung, bei der Giersch die Rechte hätte behalten können, hätten nicht statt gefunden. Bereits im Oktober 2004 hätte Giersch Google auf die markenrechtliche Konfliktsituation hingewiesen - damals aber keine Reaktion erhalten.

Update 13:14 Uhr: Google hat gegenüber der PC-WELT angegeben, dass bislang keine derartige einstweilige Verfügung in der Unternehmenszentrale in Mountain View, Kalifornien eingegangen sei. Daher könne man noch keine Stellungnahme abgeben.

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