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Adobe stellt neues Bildformat für RAW-Daten vor

27.09.2004 | 11:56 Uhr |

Mit DNG soll die bisher in unterschiedlichen RAW-Dateien gespeicherten Bilddaten in einem einheitlichen Format zusammengeführt werden.

Grafikspezialist Adobe hat ein neues Dateiformat für RAW-Daten vorgestellt: DNG (Digital Negative Format). Adobe will damit Kompatibilitätsprobleme zwischen unterschiedlichen Kameraherstellern und deren Modellen beseitigen.

Raw-Dateien enhalten alle bei der digitalen Aufnahme gesammelten Bildinformationen in ihrem Originalzustand und bieten eine größere Flexibilität und optimierte Bildqualität. Das RAW-Format kann sich aber von Hersteller zu Hersteller und je nach Kameramodell unterscheiden. Damit besteht zudem das Risiko, dass solche Formate nach einiger Zeit nicht mehr unterstützt werden, wenn das zugrunde liegende Kameramodell vom Markt verschwunden ist.

DNG soll dieses Problem lösen und für eine größere Bandbreite von Kameramodellen ein einheitliches Datenformat bereitstellen. Das neue Kameraformat soll öffentlich dokumentiert werden.

Der Hauptnutzen des DNG-Formats liegt Adobe zufolge in der Vielzahl von Metadaten, die in der Datei enthalten sind, um Details der Kamera und ihrer Einstellungen zu beschreiben. Kommen neue Kameras auf den Markt, kann direkt und ohne weitere Anpassungen mit ihren Raw-Daten gearbeitet werden, wenn Software und Hardware DNG-kompatibel sind. Das neue Format behält die ursprüngliche Version der Original-Raw-Datei inklusive zugehöriger Metadaten bei. DNG bietet den Kameraherstellern weiterhin die Möglichkeit, zusätzlich ihre eigenen Felder für Metadaten zu integrieren.

Adobe bietet mit dem DNG Converter ein kostenloses Software-Tool, das von 65 Kameratypen die Raw-Daten in DNG-Daten übersetzen. Der Download soll demnächst hier verfügbar sein.

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