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Adobe setzt sich für verhafteten Programmierer ein

24.07.2001 | 11:47 Uhr |

Der vor kurzem verhaftete Computer-Programmierer Dmitri Sklyarov erhält jetzt Schützenhilfe von Adobe. Das Unternehmen will offenbar die Strafverfolgungsbehörden in seinem Fall nicht unterstützen.

Der vor kurzem verhaftete Computer-Programmierer Dmitri Sklyarov erhält jetzt Schützenhilfe von Adobe. Das Unternehmen will offenbar die Strafverfolgungsbehörden in seinem Fall nicht unterstützen.

Dem Programmierer wird vorgeworfen, Software verbreitet zu haben, mit der Anwender Adobes eBook-Verschlüsselung knacken und die Seiten beliebig vervielfältigen können ( wir berichteten ). Der Mitarbeiter der russischen Softwarefirma Elcomsoft soll das Programm "Advanced eBook Processor" auf der DefCon-Hacker-Tagung in Las Vegas vorgestellt und verteilt haben.

Dmitri Sklyarov habe somit gegen die so genannten "Digital Millenium Copyright Acts" verstoßen. Diese verbieten es, Programme oder Hilfsmittel zu vertreiben, die den Kopierschutz urheberrechtlich geschützter Software aushebeln können.

Wie die New York Times berichtet, ging der unerwarteten Schützenhilfe von Adobe eine mehrstündige Sitzung mit der Electronic Frontier Foundation (EFF), einer Bürgerrechtsvereinigung, voraus. Nach Aussage eines Sprechers der EFF konnte Adobe überzeugt werden, dass die Unterstützung der Strafverfolgungsbehörden in diesem Fall dem Unternehmen nur schaden würde.

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