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Adobe mahnt KDE-Entwickler ab

03.07.2001 | 16:34 Uhr |

Droht eine Wiederholung des Explorer-Streits? Adobe hat den Entwickler der KDE-Anwendung "KIllustrator" abgemahnt, zu einer Unterlassungserklärung aufgefordert und ihm einen Kostenbescheid in Höhe von 2500 Euro zugestellt.

Droht eine Wiederholung des Explorer-Streits? Wie Dipl.-Ing. Kai-Uwe Sattler, der Entwickler der KDE-Anwendung "KIllustrator" gestern bekannt gab, habe Adobe ihn abgemahnt, zu einer Unterlassungserklärung aufgefordert und ihm einen Kostenbescheid in Höhe von 2500 Euro zugestellt.

Adobe sieht durch den Namen des Programms seine Markenrechte verletzt, da es schon seit längerem ein Programm mit dem Namen Adobe Illustrator auf dem Markt hat. Für den Moment hat Sattler seine Website vom Netz genommen und gebeten, alle Verweise und Informationen über die KDE-Anwendung von der Website koffice.org zu entfernen.

Mit KIllustrator soll dem Officepaket für den Linux-Desktop KDE auch ein frei verfügbares vektorbasiertes Zeichenprogramm beiliegen.

Adobe dürfte sich in der Linux-Community ohnehin nicht sonderlich beliebt gemacht haben. Noch Ende 1999 hatte das Unternehmen die Portierung von FrameMaker auf Linux angekündigt und sogar eine Betaversion entwickelt. Ende 2000 gab das Unternehmen jedoch ohne Angabe von Gründen bekannt, dass es kein Final-Release für Linux geben werde.

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