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Adobe-Software enthält Anti-Geldfälscher-Technologie

12.01.2004 | 12:54 Uhr |

In Adobe-Software versteckt sich eine Technologie, die Geldfälscher darin hindern soll, mit Hilfe seiner Bildbearbeitungssoftware Kopien von Geldscheinen zu erstellen. Aufgedeckt wurde dies, nachdem im offiziellen Adobe-Forum ein Beitrag erschienen war, in dem ein Photoshop-Anwender sich darüber beklagte, dass er ein Bild von einem Kunden mit einem 20-Dollar-Geldschein erhalten hatte und er dieses Bild nicht öffnen konnte. Mittlerweile bestätigte Adobe, dass diese Technologie verwendet wird.

In Adobe-Software versteckt sich eine Technologie, die Geldfälscher darin hindern soll, mit Hilfe seiner Bildbearbeitungssoftware Kopien von Geldscheinen zu erstellen. Aufgedeckt wurde dies, nachdem im offiziellen Adobe-Forum ein Beitrag erschienen war, in dem ein Photoshop-Anwender sich darüber beklagte, dass er ein Tiff-Bild von einem Kunden mit einem 20-Dollar-Geldschein erhalten hatte und er dieses Bild nicht öffnen konnte.

Stattdessen erschien auf dem Bildschirm eine Fehlermeldung, die ihn darauf hinwies, dass die Reproduktion von Geldscheinen illegal sei. Der betroffene Anwender äußerte sich schockiert über die in Adobe Photoshop CS enthaltene Technologie und betonte, dass er die Software als Bildbearbeitung und nicht als Zensursoftware sehe. Noch mit der Version 7 sei das Einlesen eines Geldschein-Bildes möglich gewesen.

Gegenüber dem Nachrichtendienst Australian IT bestätigte Adobe mittlerweile, dass diese Technologie in der Software integriert worden sei. Sie habe auf "ehrliche Anwender" allerdings nur "minimalen Einfluss" und sei auf Anregung staatlicher Regulierungsbehörden und internationaler Banken integriert worden.

Laut dem Bericht wurde die Technologie von der "Central Bank Counterfeit Deterrence Group" entwickelt. Dabei handelt es sich um ein Konsortium, dem 26 Zentralbanken aus Japan, Kanada, der USA und der EU angehören. Details darüber, wie diese Technologie genau arbeitet und in welchen weiteren Produkten sie bereits verwendet wird, wollte Adobe nicht nennen, da diese Informationen Geldfälschern helfen könnten, sie zu umgehen.

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