Adobe Flash

Apple killte Flash Player für mobile Geräte

Montag den 14.11.2011 um 11:23 Uhr

von Hans-Christian Dirscherl

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© Adobe Flash Player
Apple hat Flash auf Smartphones und Tablet-PCs gekillt. Das schreibt ein führender Adobe-Mitarbeiter in seinem Weblog.
Adobe entwickelt den Flash Player für mobile Browser nicht mehr weiter. Da gab das Software-Unternehmen kürzlich bekannt. Nun hat der Adobe-Mitarbeiter und Flash-Experte Mike Chambers in seinem Weblog die Gründe für den Rückzug genannt.

Chambers zufolge musste Adobe einfach akzeptieren, dass Apple als eine der führenden Mobile-Plattformen Flash definitiv nicht unterstützen würde. Damit stand von vornherein fest, dass der Flash Player auf Smartphones und Tablet-PCs nie auch nur annähernd eine so große Verbreitung finden würde wie auf Desktop-Rechnern. Da mit HTML5 eine leistungsfähige Alternative für animierte und interaktive Inhalte zur Verfügung stehe, habe sich Adobe entschlossen, sich ganz auf die Weiterentwicklung von HTML5 und Adobe AIR zu konzentrieren.

Die Benutzer würden zudem Web-Inhalte auf einem mobilen Gerät anders verwenden als auf einem Desktop-Rechner. Auf dem Desktop-PC würden neben dem Browser auch klassische Anwendungen eine wichtige Rolle spielen, die man über das Internet sucht. Hier könne Flash glänzen. Auf mobilen Geräten dagegen wären die Apps mit dem Apps-Store und der jeweiligen System-Plattform eng miteinander verzahnt. Besonderheiten, wie es die spezielle Bildschirmauflösung auf Smartphones und die oftmals langsamere Internetverbindung mit sich brächten, würden dazu führen, dass sich Smartphone- und Tablet-Besitzer ihre Apps und Spiele direkt aus dem jeweiligen App-Store holen würden. Das alles würde den Flash Player auf mobilen Endgeräten viel weniger notwendig machen als auf Desktop-PCs.

Adobe wiederum müsste erhebliche Ressourcen für die Weiterentwicklung des Flash Players für die unterschiedlichen Smartphone- und Tablet-OS verwenden. Das wäre ein Aufwand, der sich angesichts der genannten Gründe nicht lohnen würde.

Montag den 14.11.2011 um 11:23 Uhr

von Hans-Christian Dirscherl

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