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Adobe veröffentlicht neues HTML5-Entwicklertool

01.08.2011 | 11:21 Uhr |

Adobe hat mit Adobe Edge eine Vorabversion eines neuen Entwicklertools veröffentlicht, mit dem dynamische Web-Inhalte mittels dem offenen Web-Standard HTML5 erstellt werden können.

Immer häufiger greifen Entwickler zur Erstellung von interaktiven Inhalten eher zu HTML5 als zu Flash. Adobe hat nun mit Adobe Edge einen HTML5-Editor veröffentlicht, bei dem Entwickler mittels HTML5, CSS und Javascript animierte Webinhalte auf Websites integrieren können.

Für interaktive Inhalte auf Websites setzen Entwickler heutzutage noch überwiegend Adobe Flash oder Microsofts Silverlight ein. Marktführer ist aber Adobes Flash: Laut Schätzungen von Adobe ist auf 99 Prozent aller Desktop-Rechner der Flash-Player installiert. Die Erstellung von interaktiven Web-Inhalten soll durch den offenen Standard HTML5 erleichtert werden und nahezu allen wichtigen Browser bieten eine immer bessere Unterstützung für HTML5.

Making Apps Developer Days

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HTML 5 heißt das Zauberwort für alle App-Entwickler, die OS-übergreifende Apps entwickeln wollen. Die Grundlagen dafür liefert Making Apps mit einem zweitägigen Entwicklerworkshop am 13./14. September in München.
Web-Apps sind die Lösung für alle, die Ihre Apps nicht für eine bestimmte Plattform entwickeln wollen. HTML5 bietet für dynamische Web-Apps viele neue Möglichkeiten und erlaubt komplexere Angebote.
Wie das funktioniert, welche Vorteile und Nachteile dieser Ansatz bietet und was man als Rüstzeug für die Umsetzung von HTML5-Apps benötigt, zeigen die Referenten Peter Kröner und Jens Grochtdreis auf den zweitägigen Developer Days in München. Nach der Einführung in das Thema folgt ein gemeinsamer Programmierworkshop, in dem die Teilnehmer unter Führung der Referenten eine erste News-App erstellen.
Mehr zu den Making Apps Developer Days HTML 5

Steve Jobs hatte vor einiger Zeit Flash angegriffen und als zu "buggy" bezeichnet. Entwickler, so Jobs, sollten lieber zu HTML5 greifen. Aus diesem Grund unterstützt bis heute die iOS-Plattform kein Flash und wird es wohl auch niemals tun.

Adobe Edge erlaubt es beispielsweise dem Entwickler, die Attribute eines Bildes oder HTML-Elements über vorgegebene Zeitspannen festzulegen, woraus eine Web-Seite mit animierten Elementen entsteht. Das Zeitleisten-Modell ist seit vielen Jahren in den Flash-Entwicklertools von Adobe enthalten und hält nun durch Adobe Edge auch Einzug in die Welt von HTML5 und Javascript.

Nach Ansicht von Adobe wird HTML5 in naher Zukunft noch nicht völlig Flash ersetzen. Viel eher werden HTML5 und Flash nebeneinander existieren. "Daher arbeiten wir bei Adobe an Lösungen für Beide. Die User werden entscheiden, welche Technologie sie nutzen möchten", so Adobes Produktmanager Devin Fernandez bei der Vorstellung von Adobe Edge.

Die Vorabfassung von Adobe Edge bietet Adobe kostenlos zum Download an . Die kostenpflichtige kommerzielle Fassung soll irgendwann 2012 für Windows und MacOS X folgen.

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