73480

Adobe Apollo soll Webanwendungen revolutionieren

13.05.2006 | 12:48 Uhr |

Adobe arbeitet an einer Software, die die Grenzen zwischen Internet und PC verschwinden lassen soll. So dürfen zukünftig auch offline Flugtickets gebucht werden.

Der Software-Gigant Adobe arbeitet an einem Projekt mit dem Codenamen Apollo. Damit können in Flash geschriebene Anwendungen auch ohne die Hilfe eines Webbrowsers gestartet werden. Das Ziel von Apollo, welches Anfang des kommenden Jahres als kostenloser Download erhältlich sein soll, sei es, die Beschränkungen aktueller Netzanwendungen auszuhebeln. Derzeit funktionieren Flash-Anwendungen nur innerhalb des Browsers. Apollo hingegen ist eine client-basierte Software, die derartige Programme auch ohne Browser abspielen kann. Auch Microsoft und Java arbeiten an schlankeren Web-Development-Tools, doch Adobe will auch in Zukunft in dieser Sparte führend sein.

Apollo soll Webentwicklern zudem die Möglichkeit bieten, neben Flash-Animationen auch HTML und Acrobat-Files (PDFs) zu erstellen. Einige typische Webanwendungen wie z.B. Email funktioniert derzeit nur, solange sich der User im Internet befindet. Hat er sich ausgeloggt, kann er auch nicht mehr auf diese Programme zugreifen. Apollo will diese Lücke schließen. Daher funktionieren mit Apollo erstellte Anwendungen auch, wenn man offline ist, wählt man sich wieder ins Internet ein, werden veränderter Daten automatisch synchronisiert. So könnte man beispielsweise ein Flugticket buchen, auch wenn man aktuell offline ist. Erreicht man dann wieder einen Netzzugang, wird die Buchung ausgeführt.

Apollo ist Teil von Adobes Strategie auch Third-Party Programmierer zu unterstützen, vor allem Webentwickler. Daher sollen auch Skriptsprachen vermehrt eingesetzt werden können. Der bald erscheinende Flash Player 9 wurde daher so umgeschrieben, dass er Skripte bis zu 10 mal schneller ausführen kann.

0 Kommentare zu diesem Artikel
73480