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Prozess und Gegentechnologie

Adblock Plus droht Klage durch Online-Werbevermarkter

03.02.2014 | 12:33 Uhr |

Mehrere Online-Werbevermarkter wollen gegen Adblock Plus klagen. Auch eine Anti-Werbeblocker-Technologie befindet sich laut Focus bereits in der Entwicklung.

Nach den Enthüllungen Ende letzter Woche droht Adblock Plus nun weiterer Ärger. Das Nachrichtenmagazin Focus meldet in seiner Montagsausgabe, dass mehrere Online-Werbevermarkter eine Klage gegen die Eyeo GmbH vorbereiten, die den unter Nutzern populären, aber für Web-Auftritte auch schädlichen Werbeblocker Adblock Plus verantwortet.

Die Klage richte sich demnach gegen "Acceptable Ads". Über dieses Programm können Unternehmen gegen Bezahlung dafür sorgen, dass ihre Werbung nicht vom Werbeblocker geblockt wird. Google soll laut den Recherchen des Bloggers Sascha Pallenberg über 30 Millionen US-Dollar an Adblock Plus gezahlt haben , damit seine Werbung nicht geblockt wird.

Laut dem Focus-Bericht sind unter anderem die Online-Werbevermarkter Axel Springer Media, IP Deutschland (RTL) und SevenOne Media (ProSiebenSat1) an der Klage gegen Eyeo beteiligt. Sie wollen sich laut dem Bericht gegen die durch "Acceptable Ads" verursachte Wettbewerbsverzerrung vorgehen. Eyeo verweist im Gegenzug auf ein Rechtsgutachten, laut dem das Geschäftsmodell juristisch in Ordnung sei.

Parallel zur Klage sollen die Online-Werbevermarkter laut dem Bericht auch eine neue Technologie in der Entwicklung haben, durch die Inhalte auf Websites nicht angezeigt werden, wenn die Nutzer einen Werbeblocker eingeschaltet haben.

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