Ad- und Spyware auf Ihrem Rechner

Verseuchte Freeware (Teil 2)

Dienstag, 08.01.2008 | 11:00 von Arne Arnold
Bildergalerie öffnen Serie 1 - Schritt 1
Mit Crimeware wollen Betrüger an Ihr Geld. Darum schieben Sie Ihnen Programme unter, die Sie mit fast erpresserischen Mitteln unter Druck setzen. Wir klären über die feindlichen Tools auf.
Sicherheit Angriff Aufmacher Malware
Vergrößern Sicherheit Angriff Aufmacher Malware
© 2014

Den ersten Teil des Beitrags „Verseuchte Freeware“ lesen Sie hier. Darin erfahren Sie welche Adware in Firefox enthalten ist und wie andere Freeware-Programme versuchen Ihnen Browser-Toolbars unterzuschieben. Hier finden Sie Infos zu Betrugs-Software und Tipps, wie Sie sich dagegen schützen können

Betrugs-Software
Tuning-Software zockt Sie ab
Im Jahr 2007 tauchten extrem viele Betrugsprogramme (Crimeware) auf. Das sind Tools, die versuchen dem Anwender unter Vorspiegelung falscher Tatsachen das Geld aus der Tasche zu ziehen.
Die Betrüger probieren das etwa mit vorgeblicher Tuning-Software. Wie das genau abläuft, zeigt unsere Bildergalerie in der Serie 2 unten.

Schritt 1: Beim Surfen erscheint ein Pop-up, das einer Windows-Systemmeldung ähnelt. Darin wird behauptet, dass Ihr System nicht optimiert sei und sich die Leistung Ihres PCs erhöhen lasse. Es wird vorgeschlagen, kostenlos ein Programm zu installieren.

Schritt 2: Wer auf „OK“ klickt, gelangt auf die Website von Skskontroller, die eher einem Programm nachempfunden ist als einer Website. Der Button „SOFTORTDO SCANNEN“ zeigt einen von mehreren Übersetzungsfehlern. Dieser wurde aber ein paar Tage, nachdem der Screenshot entstanden ist, bereits ausgemerzt.

Schritt 3: Wer auf den Button klickt, bekommt wieder ein Pop-up zu sehen, das wiederum einer Systemmeldung nachempfunden ist. Es leitet den Besucher an, im folgenden Dialog – das wird ein normaler Datei-Download sein – auf „Ausführen“ zu klicken.

Schritt 4: Wer der Anweisung folgt, bekommt als Nächstes ein kleines Programmfenster angezeigt, in dem sich die Installation der Betrugs-Software starten lässt. Vermutlich um sich in einer gerichtlichen Auseinandersetzung besser verteidigen zu können, gibt es in diesem Fenster sogar einen Link zu den „Geschäftsbedingungen“. Von der Installation einer Tuning-Software ist in dem Fenster übrigens gar keine Rede. Dort heißt es: „Bitte, klicken Sie auf Fortsetzen, um Ihren PC vor allen Bedrohungen zu schützen“.

Schritt 5: Als Nächstes installiert sich die „Tuning-Software“ Syskontroller, die umgehend mit einer Systemprüfung beginnt. Die ist äußerst schnell erledigt und präsentiert dann angeblich gefährliche Systemfehler, die es gar nicht gibt.

Schritt 6: Um diese Fehler zu beseitigen, soll der Anwender die Vollversion kaufen. Wenn er auf „Sofort reparieren“ klickt, landet er auf dem Online-Shop von Skskontroller und soll 34,95 Euro bezahlen.

Dienstag, 08.01.2008 | 11:00 von Arne Arnold
Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (0)
66500