Ad- und Spyware auf Ihrem Rechner
Verseuchte Freeware (Teil 2)
Betrugs-Software
Tuning-Software zockt Sie ab
Im Jahr 2007 tauchten extrem viele Betrugsprogramme (Crimeware) auf. Das sind Tools, die versuchen dem Anwender unter Vorspiegelung falscher Tatsachen das Geld aus der Tasche zu ziehen.
Die Betrüger probieren das etwa mit vorgeblicher Tuning-Software. Wie das genau abläuft, zeigt unsere Bildergalerie in der Serie 2 unten.
So läuft eine Infektion mit verscheuter Freeware ab. Ein Werbe-Pop-up für einen Spamblocker soll zum Klicken verführen (Quelle: Ben Edelman - http://www.benedelman.org)
Wer aufs Pop-up klickt, landet auf der Download-Site für den Spamblocker. Der Software-Anbieter versteht sein Tool als werbefinanzierte Freeware (Quelle: Ben Edelman - http://www.benedelman.org)
Das standardmäßige Download-Fenster des Browsers wird angezeigt. Es folgt die standardmäßige Windows-Warnung vor Internet-Downloads (Quelle: Ben Edelman - http://www.benedelman.org)
Nach dem Download und dem Start der Installationsdatei erscheinen die Lizenzbedingungen des Spam Blockers weist der Anbieter auf das Werbemodul hin (Quelle: Ben Edelman - http://www.benedelman.org)
Wer hier auf „Free ad-supported Version“ klickt bekommt anschließend Zango-Toolbar installiert (Quelle: Ben Edelman - http://www.benedelman.org)
Geschäftsmodell: Der Adware-Hersteller Zango erklärt hier, wie sein „Dienst“ funktioniert. Entscheidend ist das „Based on Keyword Search“. Zango weiß also, was Sie in einen Browser eingeben
Ein Pop-up empfiehlt, das System nach Möglichkeiten zur Optimierung untersuchen zu lassen
Wer auf das Pop-up geklickt hat, landet auf der Website eines vorgeblichen Optimierungs-Tools. Ein Button auf der Site verspricht einen sofortigen Scan
Wer darauf klickt, bekommt ein Pop-up, das auf ein folgendes Download-Fenster hinweist und es verharmlos
Nach dem Download gibt’s einen Installer, der sogar auf Geschäftsbedingungen hinweist. Das wirkt halbwegs seriös
Das Tuning-Tool behauptet nach einer kurzen Untersuchung, dass schwere Systemfehler vorliegen
Wer die Fehler reparieren lassen will, wird auf eine Website mit Kaufformular für die Vollversion geleitet
Ein Pop-up im Stil einer Systemmeldung von Windows empfiehlt, den PC nach Viren durchsuchen zu lassen
Wer auf das Pop-up geklickt hat, landet auf der Website eines vorgeblichen Antiviren-Tools. Dort drängt sich ein Download auf
Nach einem gewöhnlichen Datei-Download präsentiert sich dieses Installer-Fenster – mit Hinweis auf die Geschäftsbedingungen
Das Tool selbst wirkt wie ein ganz gewöhnliches Antiviren-Programm. Die Bedienerführung ist sogar sehr übersichtlich
Nach einem „Scan“ des Systems stuft das Tool die gefundenen Cookies als mittlere Bedrohung ein und empfiehlt eine Registrierung
Wer dem Registrierungs-Button folgt, landet auf der Website des Tools, wo sich ein Kaufformular präsentiert – zu zahlen sind 40 Euro



