Ad- und Spyware auf Ihrem Rechner
Verseuchte Freeware (Teil 2)
Mit Crimeware wollen Betrüger an Ihr Geld. Darum schieben Sie Ihnen Programme unter, die Sie mit fast erpresserischen Mitteln unter Druck setzen. Wir klären über die feindlichen Tools auf.
Den ersten Teil des Beitrags „Verseuchte Freeware“ lesen Sie hier. Darin erfahren Sie welche Adware in Firefox enthalten ist und wie andere Freeware-Programme versuchen Ihnen Browser-Toolbars unterzuschieben. Hier finden Sie Infos zu Betrugs-Software und Tipps, wie Sie sich dagegen schützen können
Betrugs-Software
Tuning-Software zockt Sie ab
Im Jahr 2007 tauchten extrem viele Betrugsprogramme (Crimeware) auf. Das sind Tools, die versuchen dem Anwender unter Vorspiegelung falscher Tatsachen das Geld aus der Tasche zu ziehen.
Die Betrüger probieren das etwa mit vorgeblicher Tuning-Software. Wie das genau abläuft, zeigt unsere Bildergalerie in der Serie 2 unten.
Betrugs-Software
Tuning-Software zockt Sie ab
Im Jahr 2007 tauchten extrem viele Betrugsprogramme (Crimeware) auf. Das sind Tools, die versuchen dem Anwender unter Vorspiegelung falscher Tatsachen das Geld aus der Tasche zu ziehen.
Die Betrüger probieren das etwa mit vorgeblicher Tuning-Software. Wie das genau abläuft, zeigt unsere Bildergalerie in der Serie 2 unten.
Schritt 1: Beim Surfen erscheint ein Pop-up, das einer Windows-Systemmeldung ähnelt. Darin wird behauptet, dass Ihr System nicht optimiert sei und sich die Leistung Ihres PCs erhöhen lasse. Es wird vorgeschlagen, kostenlos ein Programm zu installieren.
Schritt 2: Wer auf „OK“ klickt, gelangt auf die Website von Skskontroller, die eher einem Programm nachempfunden ist als einer Website. Der Button „SOFTORTDO SCANNEN“ zeigt einen von mehreren Übersetzungsfehlern. Dieser wurde aber ein paar Tage, nachdem der Screenshot entstanden ist, bereits ausgemerzt.
Schritt 3: Wer auf den Button klickt, bekommt wieder ein Pop-up zu sehen, das wiederum einer Systemmeldung nachempfunden ist. Es leitet den Besucher an, im folgenden Dialog – das wird ein normaler Datei-Download sein – auf „Ausführen“ zu klicken.
Schritt 4: Wer der Anweisung folgt, bekommt als Nächstes ein kleines Programmfenster angezeigt, in dem sich die Installation der Betrugs-Software starten lässt. Vermutlich um sich in einer gerichtlichen Auseinandersetzung besser verteidigen zu können, gibt es in diesem Fenster sogar einen Link zu den „Geschäftsbedingungen“. Von der Installation einer Tuning-Software ist in dem Fenster übrigens gar keine Rede. Dort heißt es: „Bitte, klicken Sie auf Fortsetzen, um Ihren PC vor allen Bedrohungen zu schützen“.
Schritt 5: Als Nächstes installiert sich die „Tuning-Software“ Syskontroller, die umgehend mit einer Systemprüfung beginnt. Die ist äußerst schnell erledigt und präsentiert dann angeblich gefährliche Systemfehler, die es gar nicht gibt.
Schritt 6: Um diese Fehler zu beseitigen, soll der Anwender die Vollversion kaufen. Wenn er auf „Sofort reparieren“ klickt, landet er auf dem Online-Shop von Skskontroller und soll 34,95 Euro bezahlen.
Verseuchte Freeware
Serie 1 - Schritt 1
So läuft eine Infektion mit verscheuter Freeware ab. Ein Werbe-Pop-up für einen Spamblocker soll zum Klicken verführen (Quelle: Ben Edelman - http://www.benedelman.org)
So läuft eine Infektion mit verscheuter Freeware ab. Ein Werbe-Pop-up für einen Spamblocker soll zum Klicken verführen (Quelle: Ben Edelman - http://www.benedelman.org)
Serie 1 - Schritt 2
Wer aufs Pop-up klickt, landet auf der Download-Site für den Spamblocker. Der Software-Anbieter versteht sein Tool als werbefinanzierte Freeware (Quelle: Ben Edelman - http://www.benedelman.org)
Wer aufs Pop-up klickt, landet auf der Download-Site für den Spamblocker. Der Software-Anbieter versteht sein Tool als werbefinanzierte Freeware (Quelle: Ben Edelman - http://www.benedelman.org)
Serie 1 - Schritt 3
Das standardmäßige Download-Fenster des Browsers wird angezeigt. Es folgt die standardmäßige Windows-Warnung vor Internet-Downloads (Quelle: Ben Edelman - http://www.benedelman.org)
Das standardmäßige Download-Fenster des Browsers wird angezeigt. Es folgt die standardmäßige Windows-Warnung vor Internet-Downloads (Quelle: Ben Edelman - http://www.benedelman.org)
Serie 1 - Schritt 4
Nach dem Download und dem Start der Installationsdatei erscheinen die Lizenzbedingungen des Spam Blockers weist der Anbieter auf das Werbemodul hin (Quelle: Ben Edelman - http://www.benedelman.org)
Nach dem Download und dem Start der Installationsdatei erscheinen die Lizenzbedingungen des Spam Blockers weist der Anbieter auf das Werbemodul hin (Quelle: Ben Edelman - http://www.benedelman.org)
Serie 1 - Schritt 5
Wer hier auf „Free ad-supported Version“ klickt bekommt anschließend Zango-Toolbar installiert (Quelle: Ben Edelman - http://www.benedelman.org)
Wer hier auf „Free ad-supported Version“ klickt bekommt anschließend Zango-Toolbar installiert (Quelle: Ben Edelman - http://www.benedelman.org)
Serie 1
Geschäftsmodell: Der Adware-Hersteller Zango erklärt hier, wie sein „Dienst“ funktioniert. Entscheidend ist das „Based on Keyword Search“. Zango weiß also, was Sie in einen Browser eingeben
Geschäftsmodell: Der Adware-Hersteller Zango erklärt hier, wie sein „Dienst“ funktioniert. Entscheidend ist das „Based on Keyword Search“. Zango weiß also, was Sie in einen Browser eingeben
Serie 2 - Schritt 1
Ein Pop-up empfiehlt, das System nach Möglichkeiten zur Optimierung untersuchen zu lassen
Ein Pop-up empfiehlt, das System nach Möglichkeiten zur Optimierung untersuchen zu lassen
Serie 2 - Schritt 2
Wer auf das Pop-up geklickt hat, landet auf der Website eines vorgeblichen Optimierungs-Tools. Ein Button auf der Site verspricht einen sofortigen Scan
Wer auf das Pop-up geklickt hat, landet auf der Website eines vorgeblichen Optimierungs-Tools. Ein Button auf der Site verspricht einen sofortigen Scan
Serie 2 - Schritt 3
Wer darauf klickt, bekommt ein Pop-up, das auf ein folgendes Download-Fenster hinweist und es verharmlos
Wer darauf klickt, bekommt ein Pop-up, das auf ein folgendes Download-Fenster hinweist und es verharmlos
Serie 2 - Schritt 4
Nach dem Download gibt’s einen Installer, der sogar auf Geschäftsbedingungen hinweist. Das wirkt halbwegs seriös
Nach dem Download gibt’s einen Installer, der sogar auf Geschäftsbedingungen hinweist. Das wirkt halbwegs seriös
Serie 2 - Schritt 5
Das Tuning-Tool behauptet nach einer kurzen Untersuchung, dass schwere Systemfehler vorliegen
Das Tuning-Tool behauptet nach einer kurzen Untersuchung, dass schwere Systemfehler vorliegen
Serie 2 - Schritt 6
Wer die Fehler reparieren lassen will, wird auf eine Website mit Kaufformular für die Vollversion geleitet
Wer die Fehler reparieren lassen will, wird auf eine Website mit Kaufformular für die Vollversion geleitet
Serie 3 - Schritt 1
Ein Pop-up im Stil einer Systemmeldung von Windows empfiehlt, den PC nach Viren durchsuchen zu lassen
Ein Pop-up im Stil einer Systemmeldung von Windows empfiehlt, den PC nach Viren durchsuchen zu lassen
Serie 3 - Schritt 2
Wer auf das Pop-up geklickt hat, landet auf der Website eines vorgeblichen Antiviren-Tools. Dort drängt sich ein Download auf
Wer auf das Pop-up geklickt hat, landet auf der Website eines vorgeblichen Antiviren-Tools. Dort drängt sich ein Download auf
Serie 3 - Schritt 3
Nach einem gewöhnlichen Datei-Download präsentiert sich dieses Installer-Fenster – mit Hinweis auf die Geschäftsbedingungen
Nach einem gewöhnlichen Datei-Download präsentiert sich dieses Installer-Fenster – mit Hinweis auf die Geschäftsbedingungen
Serie 3 - Schritt 4
Das Tool selbst wirkt wie ein ganz gewöhnliches Antiviren-Programm. Die Bedienerführung ist sogar sehr übersichtlich
Das Tool selbst wirkt wie ein ganz gewöhnliches Antiviren-Programm. Die Bedienerführung ist sogar sehr übersichtlich
Serie 3 - Schritt 5
Nach einem „Scan“ des Systems stuft das Tool die gefundenen Cookies als mittlere Bedrohung ein und empfiehlt eine Registrierung
Nach einem „Scan“ des Systems stuft das Tool die gefundenen Cookies als mittlere Bedrohung ein und empfiehlt eine Registrierung
Serie 3 - Schritt 6
Wer dem Registrierungs-Button folgt, landet auf der Website des Tools, wo sich ein Kaufformular präsentiert – zu zahlen sind 40 Euro
Wer dem Registrierungs-Button folgt, landet auf der Website des Tools, wo sich ein Kaufformular präsentiert – zu zahlen sind 40 Euro
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