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Vivendi und Activision wollen neuen Spiele-Giganten formen

03.12.2007 | 12:22 Uhr |

Der europäische Medienkonzern Vivendi will die Mehrheit am Spiele-Publisher Activision übernehmen. In der Folge sollen Vivendis Spiele-Sparte und Activision zu einem neuen Spiele-Giganten verschmolzen werden, der Electronic Arts vom Thron stoßen dürfte.

Der weltweit größte Spiele-Hersteller ist bereits seit mehreren Jahren Electronic Arts. Doch schon bald dürfte das Unternehmen nicht mehr die Nummer eins sein, denn Vivendi und Activision basteln an einem neuen Spiele-Giganten. Hierfür will Vivendi zunächst 52 Prozent der Aktien von Activision übernehmen, was dem Medienkonzern 1,7 Milliarden Dollar in bar sowie 8,1 Milliarden Dollar in Aktien wert ist.

Der Deal sieht zudem die Gründung des neuen Unternehmens "Activision Blizzard" vor, bei dem Activision und Vivendis Spielesparte verschmolzen werden. Der neue Spiele-Gigant verfügt damit vom Start weg über einige hochkarätige Zugpferde wie beispielsweise World of Warcraft, Guitar Hero, Call of Duty, die Tony-Hawk-Serie, die Spiderman-Lizenzen, Starcraft, Warcraft und Diablo. Darüber hinaus ergänzt sich das neue Paar optimal: Während Activision vor allem im Bereich der Entwicklung für PC und Konsole stark ist, bringt Vivendi umfangreiche Erfahrung im Online-Bereich mit in die Ehe - immerhin umfasst deren Online-Community über neun Millionen Mitglieder.

Der Pro-Forma-Umsatz für das Jahr 2007 weist für Activision Blizzard 3,8 Milliarden Dollar aus. Electronic Arts meldete für das vergangene Geschäftsjahr einen Umsatz in Höhe von 3,1 Milliarden Dollar.

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