Tablet-PC

iPad-Konkurrent „Achim“ aus Nordkorea ist ein Erfolg

Donnerstag, 26.07.2012 | 13:50 von Benjamin Schischka
Tablet Achim in der Fabrik
Vergrößern Tablet Achim in der Fabrik
© KCNA
Zumindest im eigenen Land sei „Achim“ ein großer Erfolg, meldet die staatliche Nachrichtenagentur Nordkoreas. Das 7-Zoll-Tablet hat aber seine Schwächen.
In Nordkorea, berichtet NK News , soll das Tablet „Achim“ (아침) ein riesiger Erfolg sein. „Achim“ bedeute „Morgen“ und sei ein 7-Zoll-Tablet, das 300 Gramm wiege. Seine Akkulaufzeit betrage aber lediglich fünf Stunden. „Achim“ sei besonders in Schulen und bei jungen Studenten sehr beliebt. Sie können auf „Achim“ speziell geschriebene Programme auf Koreanisch, Englisch und Russisch verwenden. NK News zitiert die staatliche KCNA: „User können Lehrmaterialien, Literatur, Wörterbücher und wissenschaftliche Daten auf dieses multifunktionale ‚PAD‘ bekommen. Ri Yong Suk, ein Lehrer der Pyonyang Secondary School Nummer Eins, erzählte KCNA, dass das ‚PAD‘ hilfreich sei bei der Verbesserung der Erziehung und der Entwicklung der intellektuellen Fähigkeiten der Schüler.“

Es sei nicht ganz klar, welches Betriebssystem zum Einsatz komme – NK News vermutet die Linux-Variante „Red Star“, die Nordkorea schon in der Vergangenheit verwendet habe. Auch über CPU und Speicher gibt es keine Aussagen. Das Tablet scheint jedoch – schenkt man den Nachrichten Glauben – im Inland hergestellt zu werden. KCNA zeigt uniformierte Arbeiter an einem Fließband, die an „Achim“ werkeln. Andere verpacken das Tablet in eine schwarze Box.

NK News räumt den Apple-Anwälten übrigens keine großen Chancen ein, wenn sie „Achim“ wegen Patentverletzung verklagen wollen, wie zuletzt Samsung. An den Gerichten in Nordkorea dürften sie scheitern.

NK News ist eine englischsprachige Webseite, die Nordkoreas Pressemeldungen beobachtet. KCNA ist die staatliche Nachrichtenagentur des Landes: Korean Central News Agency. Sie ist bekannt für ihre positiven Darstellungen der Regierung.

Was glauben Sie, was wirklich hinter „Achim“ steckt? Wie sehen Sie seine Chancen auf einem anderen Markt als Nordkorea?

Donnerstag, 26.07.2012 | 13:50 von Benjamin Schischka
Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (5)
  • deoroller 13:39 | 27.07.2012

    Was sagt 007 dazu:

    James Bond: "Commander Pederson, sind Sie zufällig schon mit den neuen XT7B's ausgerüstet?" Pederson: "Das ist Top-Secret, Sir. - Woher wissen Sie was davon?" James Bond: "Ich hab's in der russischen Übersetzung unserer Bedienungsanweisung gelesen." Pederson: "Oh, Entschuldigung, Sir."
    http://de.wikiquote.org/wiki/Sag_niemals_nie_(1983[/url)

    Antwort schreiben
  • Scasi 12:55 | 27.07.2012

    > Wie sehen Sie seine Chancen auf einem anderen Markt als Nordkorea? was soll diese *hust* dämliche Frage? als hätte Nordkorea ein Exportinteresse, das Ding kann nix (kein Internet, keine Kamera) und vom Vorgänger Samjiyon wurde im Rest der Welt auch nix gesehen ...

    Antwort schreiben
  • deoroller 12:36 | 27.07.2012

    Zuerst mal müsste man eins solcher Geräte in die Finger kriegen. Apple hat bestimmt schon "Agenten" an die Sache angesetzt. :bse:

    Antwort schreiben
  • kikaha 11:03 | 27.07.2012

    Und wenn es importiert ist. Ist in Korea doch egal. Wenn schon im Vorfeld Apple abgeschmettert wird, so kann es sein das da die gleiche Technik verbaut wird. Ich lach mich tot....Apple stösst an Patentgrenzen, in Korea laufen die vor die Wand. Sollte hier auch so sein, dann gibt es nicht solche Wettbewerbsverzerrungen. Wenn das Ding hier importiert wird, wird Apple wahrscheinlich wieder auf den Busch klopfen.

    Antwort schreiben
  • Benjamin Schischka 10:34 | 27.07.2012

    Achim aus Nordkorea

    Mir kommt es komisch vor, dass auf dem Bild keine Maschinen zu sehen sind. Ein Fake? Importiert Nordkorea die Tablets am Ende nur aus China?

    Antwort schreiben
1531254