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Software für PalmOS läuft auf Linux-Tablets von Nokia

Programme für die PDAs von Palm lassen sich auch auf den Internet Tablets von Nokia nutzen. Die japanische Firma Access hat dafür eine Virtualisierungssoftware vorgestellt, die noch im Laufe des Jahres auf dem Markt erscheinen soll.

Software für Garnet OS soll demnächst auch auf den Internet Tablets der Nseries von Nokia laufen. Die japanische Firma Access will zum Ende des Jahres eine kostenlose Virtualisierungssoftware herausbringen, mit der sich die Palm-Anwendungen unter dem Linux-Betriebssystem der Nokia-Tablets verwenden lassen. Eine Beta-Version wurde gestern veröffentlicht. Bisher sind die Internet Tablets N770, N800 und N810 fast nur zum Websurfen, für Internet-Telefonie, Instant Messaging, E-Mails und die Wiedergabe von Multimedia-Inhalten geeignet. Büroanwendungen wie für PDAs gibt es kaum.

Mit der neuen Garnet VM werden über 30.000 Anwendungen nutzbar, die ursprünglich für Endgeräte von Palm programmiert wurden. Dazu gehören Google Maps, Snappermail, DateBk5 und Spiele wie Bejeweled, PacMan und Sudoku. "Für den Kunden erhöht sich dadurch der Wert der auf Garnet OS basierenden Anwendungen und letztlich ist allen gedient", sagt Didier Diaz, Senior Vizepräsident des Bereichs Product Strategy Management bei Access Systems Americas. "Die Nokia-Anwender erhalten Zugang zu Tausenden von hervorragenden, unter Garnet OS ablaufenden Anwendungen, unsere treuen Entwickler bekommen einen großen, installierten Gerätepark und Access wird Garnet VM aufgrund der Kundenrückmeldungen verfeinern können".

"Die Möglichkeit, Garnet VM auf einer Linux-basierten Plattform von Nokia laufen zu lassen, zeigt die zunehmende Bedeutung mobiler Open-Source-Betriebssysteme", sagt Ari Virtanen, verantwortlich für Konvergenzprodukte und Multimedia bei Nokia. Sie zeigt aber auch den Niedergang des Hardware-Herstellers Palm, dessen bisheriges Alleinstellungsmerkmal das riesige Software-Angebot für seine PDAs war. Durch die Garnet VM werden die Programme auch auf anderen Geräten nutzbar und man muss keinen Palm kaufen. Access nimmt keine Rücksicht auf die Strategie der Firma aus Sunnyvale und entwickelt eine eigene Linux-Plattform für Mobilgeräte.

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