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Abzocke im Internet trifft ahnungslose Anwender

22.11.2007 | 10:11 Uhr |

Laut der Verbraucherzentrale Hessen nimmt Betrug im Internet immer weiter zu und betrifft vor allem unerfahrene Nutzer.

„Internet-Abzocke ist das Wort des Jahres in den Verbraucherzentralen“, betonte Gabriele Beckers von der Verbraucherzentrale Hessen während der Vorstellung einer entsprechenden Studie. Online wurden 6660 Internetuser befragt, die schon einmal im Netz betrogen wurden. Dabei stellte sich heraus, dass Menschen aller Schichten und Alterklassen auf vermeintliche Gratisangebote im Web hereinfallen, die dann gut versteckte Folgekosten nach sich ziehen. Von Januar bis September dieses Jahres liefen in 10 von 16 Verbraucherzentralen insgesamt 62.000 Anfragen bezüglich Internet-Betrugs auf. Im Schnitt sollten die Betroffenen rund 120 Euro für beispielsweise ein untergeschobenes Abonnement oder einmalige Dienstleistungen bezahlen. Rund ein Viertel der Befragten war minderjährig.

Nur jeder Zehnte habe die Rechnung tatsächlich bezahlt. Internetabzocker scheuen sich aber nicht, Inkassobüros und Anwälte einzuschalten. „Allen Anbietern gemeinsam ist, dass eine immense Drohkulisse aufgebaut wird“, betont Rechtsanwalt Peter Lassek. Opfer solcher Betrügereien sollten sich unbedingt beraten lassen. Als Gegenmaßnahme fordert die Verbraucherzentrale unter anderem, dass online geschlossene Verträge erst nach Bestätigung einer entsprechenden E-Mail wirksam werden. Zudem fordern die Verbraucherschützer härtere Sanktionen im Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb.

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