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Abzocke: Bezahlen für Freeware

23.02.2006 | 12:25 Uhr |

Freeware ist wie der Name schon sagt kostenlos. Das hält aber einige Zeitgenossen nicht davon ab, auf ihren Websites Freeware über einen kostenpflichtigen Download anzubieten.

Wenn ein Bericht der englischen Tageszeitung "The Guardian" zutrifft, dann boomt im Internet der Handel mit Freeware. Sie haben richtig gelesen: Mit Freeware kann man handeln. Und richtig Geld verdienen.

Wenn in Zusammenhang mit Freeware von Geld verdienen die Rede ist, dann denkt man zunächst an Werbeeinblendungen. Oder an abgespeckte Freeware-Versionen einer Software, von der es auch leistungsfähigere kostenpflichtige Varianten gibt. Doch anscheinend gibt es auch Anwender, die für ganz normale Freeware bezahlen. Zumindest meldet das "The Guardian" .

Hunderte von Websites nutzen demnach die Unwissenheit von Internetsurfern aus. Sie bieten entweder Freeware über einen kostenpflichtigen Download an oder verkaufen dazu Supportleistungen. Durchaus erfahrene Anwendern fallen ebenfalls darauf herein. So berichtet die englische Zeitung von einer Surferin, die täglich das Internet nutzt, täglich ihre Mails liest und sich in Foren tummelt. Doch das hielt die eigentlich routinierte Internetnutzerin nicht davon ab, für Freeware zu bezahlen.

Das Opfer löhnte 33,90 US-Dollar für einen Limewireclient für das Gnutella-P2P-Netzwerk. Wohlgemerkt, die Rede ist hier vom kostenlosen Limewire, nicht von der ohnehin kostenpflichtigen Pro-Version. Über eine Suchmaschine geriet die Anwenderin auf eine Website, die den Limewireclient gegen Bezahlung zum Download anbot. Schon zehn Minuten nach der Installation der Software sei ihr klar geworden, dass Limewire eigentlich gratis zu haben sei und man für seine Benutzung keinerlei Support benötige, erklärte sie zerknirscht. Doch da hatte sie bereits bezahlt – vermutlich via Kreditkarte.

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