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Lenovo dementiert Produktionsverlagerung nach Taiwan

24.01.2008 | 14:05 Uhr |

Den Bericht einer Taiwanesischen Zeitung, dass Lenovo künftig nur Dritthersteller setzt, wird vom Unternehmen dementiert.

Das Unternehmen dementierte die Meldungen prompt: Die Zeitungsartikel, nach denen Lenovo seine ThinkPad-Produktion von China nach Taiwan verlager will, seien nicht korrekt. "Es gibt keine Pläne, die Produktion für die ThinkPad-Notebooks zu verändern", heißt es in einem Statement aus China.

Ein Bericht in der chinesischsprachigen "Economic Daily News" vom 20. Januar 2008 brachte den Stein ins Rollen. Dort wurde der Lenovo-Vizepräsident für Consumer-Notebooks zitiert, dass die komplette Notebook-Produktion an die taiwanesische Industrie ausgelagert werde.

Der englischsprachige News-Service "Digitimes.com" brachte die Meldung in Umlauf. Möglicherweise handelt es sich bei dem Gerücht, wie sich laut Lenovo zeigte, auch um einen Übersetzungsfehler.

Allerdings ging ein Artikel in der englischsprachigen "Taipei Times" vom 22. Januar 2008 in eine ähnliche Richtung . Dort wurde eine IDC-Analystin zitiert. Ihr zufolge bestelle Lenovo bei Taiwans großen Notebook-Herstellern künftig nicht mehr nur Barebones, sondern ganze Komplettsysteme.

Von einer Verlagerung der Produktion nach Taiwan kann keine Rede sein. Denn Taiwans Industrie beherrscht zwar einen Großteil der weltweiten Notebook-Produktion, hat die Fertigung aber zu über 90 Prozent mittlerweile nach China verlagert. (kh)

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