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Dell verkauft keine AMD-PCs mehr im Internet

11.02.2008 | 12:58 Uhr |

Der PC-Hersteller hat die meisten Consumer-PCs mit Prozessoren von AMD von seiner Website genommen.

Nach den herben Verlusten im letzten Quartal kommt für Advanced Micro Devices ( AMD ) die nächste Hiobsbotschaft: Zwar will Dell Rechner mit AMD-Prozessoren weiterhin im Handel und über das Telefon sowie an Geschäftskunden an Endkunden verkaufen, jedoch nicht mehr über seine Webseite.

In der Vergangenheit hatte Dell seine Prozessoren lange exklusiv von Intel bezogen. Nachdem AMD vor einigen Jahren zwischenzeitlich vor allem im Server-Segment technisch überlegene CPUs lieferte, hatte dann aber auch Dell nicht länger umhin gekonnt, Rechner mit AMD-Innereien anzubieten. Mittlerweile hat Intel seine überlegenen Ressourcen bei R&D und Produktion aber wieder genutzt und AMD in fast allen Bereichen technisch abgehängt.

Was Dell betrifft, ist die Entscheidung zur Änderung des Web-Angebots für Endkunden (ein einziger AMD-PC ist noch zu haben) laut Konzernsprecher David Frink in den letzten Tagen gefallen. "Wir passen unser Produktangebot häufig an", sagte Frink dem "Wall Street Journal" und deutete an, die AMD-Streichung könnte irgendwann auch wieder revidiert werden. Dell wolle grundsätzlich weiter auch AMD-Prozessoren offerieren, um seinen Kunden die Wahl zumindest zwischen zwei Chipherstellern zu lassen. (tc)

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