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Abo-Gebühren bei Yahoo

12.12.2000 | 11:47 Uhr |

Yahoo hat angekündigt, künftig gebührenpflichtige Inhalte und Dienste in sein Online-Angebot zu integrieren. Nachdem die Ausgaben für Online-Werbung im Zuge der amerikanischen Dot-Com-Krise schon seit Monaten zurückgehen, sucht auch das US-Suchportal nach neuen Finanzierungsquellen.

Yahoo hat angekündigt, künftig gebührenpflichtige Inhalte und Dienste in sein Online-Angebot zu integrieren. Nachdem die Ausgaben für Online-Werbung im Zuge der amerikanischen Dot-Com-Krise schon seit Monaten zurückgehen, sucht auch das US-Suchportal nach neuen Finanzierungsquellen.

Bislang bietet Yahoo sämtliche Services kostenfrei an. Bislang generiert das Portal 90 Prozent seiner Einkünfte über den Verkauf von Online-Werbung. Yahoo hat nicht nur mit schwindenden Anzeigenverkäufen, sondern auch mit fallenden Aktienkursen zu kämpfen.

Durch die Einführung von Abo-Gebühren für zusätzliche Angebote hat die US-Suchmaschine nach Ansicht von Experten die Möglichkeit, Einnahmen in Höhe mehrerer hundert Millionen Dollar pro Jahr zu erwirtschaften. "Das ist keine Verzweiflungstat von Yahoo", erklärte etwa Safa Rashtchy, Analyst bei Bancorp Piper Jaffray. "Es ist eine große Chance."

Yahoo ist mit 56 Millionen monatlichen Usern das größte Suchportal im Web. Die Pläne des Online-Riesen machen deutlich, dass die Zeit des Gratis-Internet zu Ende gehen könnte. Immer mehr Web-Unternehmen suchen derzeit nach alternativen Finanzierungsmöglichkeiten, um ihre Geschäfte zu konsolidieren. (PC-WELT, 12.12.2000, jas)

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