23.10.2009, 12:07

Hans-Christian Dirscherl

Abmahnungen

Jack Wolfskin reagiert auf Kritik an Abmahnwelle

Die Kritik zeigt Wirkung: Jack Wolfskin teilte heute in einer Pressemitteilung mit, dass es keine weiteren rechtlichen Schritte gegen die Personen einleiten werde, die abgemahnt wurden, weil sie selbst gebastelte Gegenstände mit Tatzen/Pfoten darauf zum Verkauf angeboten haben.
Jack Wolfskin teile heute in einer Pressemitteilung mit, dass es keine weiteren rechtlichen Schritte gegen die Personen einleiten wird, die abgemahnt wurden, weil sie selbst gebastelte Gegenstände mit Tatzen/Pfoten darauf zum Verkauf angeboten haben.
Der Wortlaut der Pressemitteilung von Jack Wolfskin lautet:
"Die zum Teil heftigen Reaktionen im Internet auf das Vorgehen von Jack Wolfskin in Fällen von Markenrechtsverletzungen führen zu einem Einlenken des Unternehmens. Gegen die zehn Anbieter, die Produkte mit Tatzen-Design auf der Plattform DaWanda.de verkauft hatten und daraufhin von Jack Wolfskin abgemahnt wurden, werden keine weiteren rechtlichen Schritte mehr verfolgt.
'Der Schutz unserer Marke hat für uns oberste Priorität', sagt Manfred Hell, Geschäftsführer von Jack Wolfskin. 'Wir sind immer bemüht, mit Augenmaß und nur dort vorzugehen, wo wir unsere Schutzrechte wirklich gefährdet sehen. Die zum Teil heftige Kritik unserer Kunden in den aktuellen Fällen der DaWanda-Anbieter nehmen wir ernst und zum Anlass, unser Vorgehen kritisch zu hinterfragen. Dies bedeutet, dass wir mit dem Entfernen der betroffenen Produkte von der Internetplattform die Fälle als erledigt ansehen, keine weiteren rechtlichen Schritte verfolgen und den Anbietern die vor allem kritisierten Kosten erlassen.'
Darüber hinaus wird Jack Wolfskin sein Vorgehen in Fällen von kleingewerblichen Angeboten verändern. Hier wird das Unternehmen in Zukunft zunächst auf anwaltliche Schritte verzichten und selbst Kontakt aufnehmen. Kommt es zu einer Einigung, sollen Kosten möglichst ganz vermieden werden. Anwaltliche Hilfe soll in Zukunft erst ein letzter Schritt sein.
Weiterhin sagt Manfred Hell: „An der großen Emotionalität, mit der die Debatte geführt wurde, sehen wir, wie hoch die Erwartungshaltung an uns ist. Dem wollen wir gerecht werden. Wir haben uns der Kritik gestellt, unser Vorgehen kritisch durchleuchtet und werden in Zukunft sensibler agieren.“
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