04.07.2007, 14:38

Markus Pilzweger

Ab sofort kostenlos: Fernwartungs-Software TeamViewer

Die Fernwartungs-Software TeamViewer ist für Privatanwender ab sofort kostenlos erhältlich. Mit Hilfe dieser Software können Sie auf andere PCs zugreifen, Dateien übertragen oder gemeinsam an Projekten arbeiten. Die Einrichtung ist dabei kinderleicht und das Tool funktioniert auch durch Firewalls hindurch.
Viele IT-Profis kennen das Problem: Abends klingelt das Telefon und ein Kumpel benötigt unbedingt Hilfe bei einem Problem mit seinem PC. Sie haben aber keine große Lust, den Freund jetzt noch zu besuchen, vor allem, wenn das Problem innerhalb von ein paar Minuten erledigt wäre. Da die Problemfindung per Telefon sich zuweilen recht schwierig gestalten kann - vor allem wenn der Gegenüber kaum Ahnung von PCs hat - bietet sich spezielle Fernwartungs-Software an. TeamViewer ist eine solche Software, die ab sofort für den privaten Gebrauch kostenlos genutzt werden kann.
Die Einrichtung des Tools ist dabei denkbar einfach. Sie laden zunächst eine 400 KB große Setup-Datei herunter, eine Installation ist nicht nötig. Auf dem Rechner, auf den zugegriffen werden soll, muss TeamViewer ebenfalls aufgerufen werden. Das Tool generiert beim Start eine ID sowie ein Passwort, das dem Partner dann telefonisch oder per Mail übermittelt werden muss. Nach Eingabe der Daten haben Sie Zugriff auf den jeweiligen Rechner. Der Zugriff funktioniert laut Anbieter auch durch Firewalls hindurch, ist keine direkte Verbindung zwischen den Rechnern möglich, laufen die Daten über einen TeamViewer-Router. Der komplette Datenverkehr wird laut Anbieter über Private/Public Key Exchange verschlüsselt.
Neben der Fernwartung ist es auch möglich, Dateien auf den Zielrechner zu übertragen, auch die "Blickrichtung" kann im laufenden Betrieb geändert werden. Auf diese Weise können Teams beispielsweise wechselseitig ihre Desktops einsehen oder steuern. Darüber hinaus wäre es möglich, Kunden über TeamViewer spezielle Software oder Präsentationen vorzuführen. TeamViewer kann auch als Systemdienst installiert werden. Das Tool läuft dann im Hintergrund und ermöglicht den Zugriff auf den Rechner - beispielsweise von unterwegs.
In früheren Versionen war die Nutzung der Software auf 30 Minuten pro Sitzung limitiert, diese Einschränkung gibt es in der neuen Version nicht mehr. Dennoch gibt es eine kleine Einschränkung der kostenlosen Version: Pro Monat darf TeamViewer maximal 25 Stunden genutzt werden, was für Privatanwender aber ausreichend sein sollte. Lizenzen für den Einsatz im professionellen Bereich kosten zwischen 415 und 1188 Euro.
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